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Realistisch in den Ski-Winter

Zwei Wochen ­ vor dem Weltcupauftakt in Sölden (Ö) gab Swiss-Ski die Ziele für den WM-Winter der Alpinen bekannt: Drei WM-Medaillen sollen es werden.

Vor seiner zweiten Saison als Alpin-Direktor von Swiss-Ski sprach Rudi Huber gestern in Dübendorf von drei Medaillen, die die Schweizer Delegation von den Weltmeisterschaften im Februar in Vail/Beaver Creek heimbringen soll. Zwei davon sollen die Frauen liefern, eine die Männer. Diese Erwartungen liegen im Rahmen der Erfahrungen der Olympischen Spiele: In Sotschi gab es durch Sandro Viletta und Dominique ­Gisin je eine Gold- und durch Lara Gut eine Bronzemedaille. Auch im Weltcup sind Hubers Forderungen zurückhaltend: «Viele Podestplätze» sollen es sein und Rang 3 in der Nationenwertung. Letzte Saison war die Schweiz Zweite hinter Österreich.

Gute Sommertrainings

Thomas Stauffer, der neue Chef des Männerteams, sowie Hans Flatscher, der Cheftrainer der Frauen, waren mit den Sommertrainings zufrieden. Während bei den Frauen alles nach Plan lief, mussten die Speedfahrer in Chile wegen des Wetters an einen anderen Ort ausweichen. Die Reise nach Südamerika habe sich dennoch gelohnt, sagte Stauffer. Er hat sich in den sechs Monaten seit seiner Rückkehr zu Swiss-Ski ein Bild machen können: «Im Speedbereich sind wir gut aufgestellt, und auch im Slalom werden wir immer konstanter.» Verbesserungspotenzial sieht Stauffer vor allem im Riesenslalom. Aber: «Da die Resultate in dieser Disziplin in der letzten Saison nicht stimmten, haben unsere Fahrer wegen der hinteren Startpositionen einen Nachteil.» Für den Saisonstart in zwei Wochen in Sölden ist Carlo Janka Fixstarter. Sechs weitere Fahrer werden nach Ausscheidungsfahrten in der kommenden Woche selektioniert.

Frauen mit Verletzungspech

Auch im Frauenteam sind erst drei der sechs Fahrerinnen für Sölden fix. «Lara Gut sowie Dominique und Michelle Gisin haben ihren Platz auf sicher. Für die restlichen Startplätze finden nächste Woche in Saas-Fee noch Ausscheidungsfahrten statt», so Cheftrainer Flatscher. Den Olympia-Winter hatte Lara Gut aus Schweizer Sicht mit vier Siegen in den ersten sieben Weltcuprennen grossartig lanciert. Am Ende gab es für die Tessinerin immerhin Kristall für den Sieg in der Super-G-Wertung.

Wer an die WM will, muss sich wie bis anhin zumindest einmal in den ersten sieben oder zweimal in den Top 15 klassieren. Als Selektionswettkämpfe gelten alle Weltcuprennen ab Sölden (25./26. Oktober) bis Ende Januar in Kitzbühel und Schladming sowie bei den Frauen in St. Moritz. Dabei werden die Ergebnisse im Januar von einer Selektionskommission gewichtet. si

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