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Rebellen nehmen Zentrum von Damaskus unter Beschuss

Syrische Rebellen haben am Montag das Zentrum von Damaskus mit Dutzenden Granaten beschossen. Einige davon schlugen in einer Hochsicherheitszone nur rund einen Kilometer von der Residenz von Machthaber Baschar al-Assad ein.

Das syrische Militär reagierte mit Artillerie-Beschuss. Die Kämpfe im Zentrum der Hauptstadt gehörten zu den schwersten seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor zwei Jahren. Das staatliche Radio meldete Dutzende Opfer in der Nähe der Oper direkt gegenüber der Zentrale der Baath-Partei Assads und dem Geheimdienst der Luftwaffe.

Die Regimegegner zählten landesweit 36 Tote. Sie berichteten ausserdem von Razzien in Rukn al-Din, einem Innenstadtviertel von Damaskus.

Aus Oppositionskreisen verlautete unterdessen, dass der Gründer der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) bei einem Mordanschlag in Al-Majadin im Osten Syriens schwer verletzt worden sei. Riad al-Asaad habe ein Bein verloren.

Seine Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, hiess es ergänzend in türkischen Regierungskreisen. Er werde in einem Spital in der Türkei behandelt.

Asaad war einer der ersten hochrangigen syrischen Militärs, die sich der Opposition anschlossen. 2011 gründete er die FSA, in der eine Reihe von Rebellen-Gruppen für den Sturz Assads kämpfen. Von der im vergangenen Jahr neu formierten Führung der FSA, die auch vom Westen unterstützt wird, wurde Asaad jedoch ausgeschlossen.

Der vakante Sitz Syriens bei der Arabischen Liga wurde offiziell der syrischen Opposition zugesprochen. "Die Opposition wurde zum Gipfel der Arabischen Liga eingeladen und wird den Platz Syriens bei der Arabischen Liga einnehmen", teilte ein ranghoher Vertreter der Organisation am Montag mit.

Ahmed Moas al-Chatib, der am Sonntag als Chef der Syrischen Nationalen Koalition zurückgetreten war, soll die Delegation trotzdem leiten.

Al-Chatib kündigte am Montag auf Facebook an, zum Gipfel der Arabischen Liga am Dienstag in Katar zu reisen und dort eine Rede "im Namen des syrischen Volkes" zu halten. Dies habe nichts mit seinem angekündigten Rücktritt zu tun, der "zu einem späteren Zeitpunkt debattiert" werde.

Die Nationale Koalition, das wichtigste syrische Oppositionsbündnis, wird inzwischen von vielen Staaten als rechtmässige Vertretung der syrischen Bevölkerung anerkannt.

Syriens Mitgliedschaft in der Arabischen Liga war im November 2011 suspendiert worden. Algerien und der Irak hatten Bedenken geäussert, der Opposition den vakanten Sitz zuzusprechen.

(sda)

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