Zum Hauptinhalt springen

Red Ants in Rücklage

winterthur. Nach dem ersten Wochenende liegen die Red Ants im Playoff-Halbfinal gegen Piranha Chur 0:2 im Hintertreffen. Auf das 3:5 im Heimspiel folgte am Sonntag beim 3:7 ein mittleres Debakel

Alles war bereit. Alle Kaderspielerinnen fit, die Trainings gut – doch zum Auftakt in die Halbfinalserie gegen Piranha Chur fanden die Red Ants den ersten Gang nicht. Schon in der 2. Minute fiel nach einem Querpass auf die aufgerückte Verteidigerin Ladina Sgier ein Treffer exakt jener Art, die man hatte vermeiden wollen. Auch beim 0:2 durch Katrin Zwinggi wurde eine Gegenspielerin am langen Pfosten vergessen. Und auch wenn dieser Treffer für die Bündnerinnen eher glücklich über die Linie kullerte – unverdient war er nicht. Piranha nahm geschickt das Tempo aus dem Spiel, während die Red Ants verzweifelt versuchten, auf Betriebstemperatur zu kommen. Dies gelang weder mit zwei noch mit drei Formationen.

Andrea Kern vermochte zwar in der 28. Minute im Powerplay auf 1:2 zu verkürzen. Und im Schlussdrittel gelang Claudia Kunz per Weitschuss das 2:3, nachdem Piranha in der Zwischenzeit wieder davongezogen war. Doch Piranha kon­trol­lier­te die Partie insgesamt sicher. Ausgerechnet, als die Red Ants in den Schlussminuten endlich so etwas wie Playoff-Intensität an den Tag zu legen begannen, schlug der Meister eiskalt zu. Ramona Ludwig schloss einen sehenswerten Konter zum 2:4 ab. Und kaum hatte Heidi Jud ihren Kasten zugunsten einer sechsten Feldspielerin verlassen, gelang Sonja Putzi das entscheidende 2:5. Margrit Scheideggers Treffer zum 3:5 war nur noch Resultatkosmetik – oder Moral tanken für das zweite Duell vom Sonntag.

Lauter Weckruf

Doch auch in Chur kamen die Red Ants nicht in die Gänge. Wieder dauerte es keine drei Minuten, ehe Piranha in Führung lag. Wieder doppelte Zwinggi zum 2:0 nach und Céline Chalverats Anschlusstreffer wurde umgehend mit dem 3:1 beantwortet. Kurz nach Spielhälfte musste Red-Ants-Trainerin Kati Eteläpää beim Stand von 5:1 bereits ihr Time-out nehmen. Es nützte alles nichts. Alexandra Frick (mit einem Penalty in Unterzahl) und Andrea Kern trafen zwar noch, am deutlichen 7:3-Sieg der dominierenden Piranhas vermochte das jedoch nichts mehr zu ändern.

«Wir haben die Partien gut kontrolliert. Zudem konnten wir die Fehler vermeiden, die uns in dieser Saison schon oft das Genick gebrochen hatten», analysierte Natalie Stadelmann, die Winterthurer Cheftrainerin an der Bande der Bündnerinnen, das Wochenende treffend. Die Red Ants bissen zwei Spiele lang auf Granit und bekundeten defensiv grosse Probleme. Die Härte bekam insbesondere Verteidigerin Claudia Kunz zu spüren, die im ersten Spiel mit Ladina Sgier zusammenprallte, einen Moment regungslos liegen blieb und einen grossen Bluterguss am Kopf davontrug.

«Wir brauchten wie schon öfters in dieser Saison einen Weckruf, um wach zu werden. Vielleicht fehlte es bei einigen auch einfach an der Playofferfahrung, um die Emotionen ab der ersten Minute auf den Platz zu bringen», sagte Kunz. Lauter als ein 0:2 nach zwei Partien kann ein Weckruf nicht sein. Hören ihn die Red Ants bis zum nächsten Samstag nicht, wird das kommende Heimspiel die letzte Partie der Saison gewesen sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch