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Reformierte Kirche von Melide steht vor dem Verkauf

Die reformierte Kirche von Melide im Tessin steht vor dem Verkauf. Es fehlen der evangelischen Gemeinde die Kirchgänger. Nun haben die Russisch-Orthodoxen des Tessins ihr Interesse angemeldet.

Der Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Sottoceneri, Marc Zindel, bestätigte am Montag eine entsprechende Meldung der "Reformierten Presse". Für rund 320'000 Franken könnte der Verkauf der kleinen Kirche über die Bühne gehen, sagte er der Nachrichtenagentur sda.

Bliebe das Gebäude im Besitz einer christlichen Gemeinde sei das natürlich die schönste Lösung, so Zindel. Es müsse jetzt nur noch eine Umbaugenehmigung beantragt werden. Die Russisch-Orthodoxen würden ihren Bedürfnissen entsprechend die Sakristei in eine Apsis umwandeln wollen.

Die Kirche als Wohnhaus oder Bar zu verkaufen, kommt für Zindel nicht in Frage. Verschiedene Anfragen in diese Richtung von Privaten habe es gegeben. Hilfe habe die Gemeinde Melide angeboten. Sie sei an der Bewahrung des historischen Gebäudes interessiert und würde es eventuell für kulturelle Zwecke nutzen.

Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde hofft auf eine Entscheidung in den kommenden Monaten. Der Erlös aus dem Verkauf soll in die dringend notwendige Sanierung der reformierten Kirche in Lugano fliessen.

Die kleine Kirche in Melide stammt aus dem Jahr 1931. Damals gab es gemäss Marc Zindel ein sehr aktives Gemeindeleben. In den vergangenen Jahren hätten aber nur noch drei bis fünf Personen die zwei Gottesdienste im Monat besucht. Der Unterhalt der Kirche sei zu teuer geworden.

(sda)

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