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Regierungstruppen bombardieren Rebellen in Damaskus

Der syrische Bürgerkrieg hat auch in der Hauptstadt Damaskus wieder Blutzoll gefordert: Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass Regierungstruppen am Freitag die von Rebellen besetzten Viertel Tadamon und Hadschar Aswad bombardiert hätten.

Zudem hätten Soldaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad in dem zentral gelegenen Stadtteil Bab Sreidsche Razzien durchgeführt. Wie Aktivisten am Freitag berichteten, wurden in Damaskus mindestens 50 mutmassliche Regimegegner festgenommen.

"Regierungstruppen stürmen seit den frühen Morgenstunden Häuser und nehmen wahllos Menschen in Damaskus und den Vororten fest", sagte der Aktivist Hajtham al-Abudullah.

Bei einem Bombenanschlag in einem palästinensischen Flüchtlingslager kamen am Donnerstagabend zudem vier Menschen ums Leben. Das Lager liegt nahe den südlichen Stadtteilen Tadamon und Hadschar Aswad, wo sich Rebellen und Regierungstruppen seit Wochen Gefechte liefern.

Russland warnte angesichts der geplanten Stationierung des NATO-Abwehrsystems Patriot an der türkisch-syrischen Grenze vor einem "ernsten bewaffneten Konflikt" in der Region. Niemand könne ein Interesse daran haben, dass die NATO in den Syrien-Konflikt hineingezogen werde, sagte Aussenminister Sergej Lawrow am Freitag.

Der türkische Aussenminister Ahmed Davutoglu betonte den defensiven Charakter des Patriot-Systems. Kein Land, "und besonders Russland" müsse sich angesichts der geplanten Stationierung beunruhigt zeigen, sagte er nach einem Treffen mit dem syrischen Oppositionschef Ahmed Moas al-Chatib in Ankara.

Die Türkei hatte am Mittwoch bei der NATO die Stationierung von Patriot-Raketen an der Grenze zu Syrien beantragt.

In Damaskus führte Assad am Freitag ein Gespräch mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Ali Laridschani. Der Iran gilt als wichtigster Verbündeter Syriens in der Region und soll nach Angaben von Regimegegnern die Streitkräfte mit Waffen und Personal unterstützen.

Katar hingegen forderte die oppositionelle Nationalkoalition auf, einen Botschafter zu benennen, wie die Nachrichtenagentur Katari berichtete. Vergangene Woche hatte Frankreich als erster westlicher Staat die Nationalkoalition als Vertreter des ganzen syrischen Volkes anerkannt und signalisiert, einen Botschafter des Bündnisses in Paris zu akzeptieren.

(sda)

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