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«Reitanlage ist bedroht»

Der Gemeinderat lehnt eine der möglichen Varianten ab. Sie würde das Naherholungs­gebiet beeinträchtigen und drei Betriebe gefährden.

Wiesendangen ist als Nachbar­gemeinde von Winterthur direkt von der neuen Erschliessungsstrasse betroffen. Der Gemeinderat befürwortet die vorgeschlagene Hauptvariante mit einer grossen Brücke über die Bahnlinie (siehe Text oben). Zugleich fordert er, dass als Rückfallvariante die schon bestehende Brücke beim Technorama als Alternative zu bezeichnen sei. Diese Streckenführung würde seiner Ansicht nach das Naherholungsgebiet an der Gemeindegrenze von Wiesendangen und Winterthur schonen und bereits bestehende Strassen und Brücken nutzen, was die Kosten senken würde.

Die neu aufgenommene Variante, der zufolge die Bahn­linie weiter im Norden unterquert wird, lehnt der Gemeinderat ab. «Bis zum Technorama wird ohnehin nichts erschlossen», sagt Gemeindepräsident Kurt Roth (FDP). Dafür sei das Naherholungsgebiet entlang der Bahndammstrasse gefährdet. Die Linienführung sieht vier 90-Grad-Kurven vor, was nach Roth nicht realistisch ist. Er befürchtet, dass die Strasse später begradigt wird und dies zu einem massiven Verbrauch an Kulturland führen würde. Ins­besondere die Firmen Benno Erni GmbH (Holz­verarbeitung) und Vitogaz (Gasbetrieb) wären laut dem Gemeindepräsidenten stark in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Und die Reitsport­anlage Fäh wäre gar in ihrer Existenz bedroht. «Man kann doch nicht eine stark befahrene Strasse an Sportpferden vorbeiführen», sagt Roth. «Aber auch der Fussballplatz und die vielen Spazier­wege wären von der Strasse beeinträchtigt.»

Augenmass gefordert

Der Dorfkern selber würde von beiden Varianten nicht tangiert. Der Wiesendanger Gemeinderat fordert aber, dass alle Verantwortlichen besonderes Augenmass beweisen, was die Erholungsgebiete und die Kulturlandnutzung angeht. clp

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