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Rennsport-Kribbeln für jedermann

Seelisberg. Der Name ist Programm. Die von Rennfahrer Fredy Barth organisierten Funboost-Abenteuer garantieren maximalen Fahrspass, fördern aber auch die Sicherheit auf winterlichen Strassen.

Davon hat doch schon jeder Autofreak mal geträumt: herzhaftes Driften auf einem winterlich zugeschneiten und verlassenen Parkplatz. Rennfahrerprofi und Eventorganisator Fredy Barth kennt diese Leidenschaft – und den sicheren Rahmen dafür: Funboost. Die insektenartigen Rennbuggys, mit denen auf dem gefrorenen, verschneiten oder auch nur nassen Gelände des Eventcenter Seelisberg (www.funboost.ch) herzhaft gedriftet werden kann, garantieren Adrenalin und ein Erlebnis für alle. Auch Autofahrer, die auf Schnee und Eis keinerlei Erfahrung haben, klettern nach wenigen Runden mit einem breiten Grinsen aus den Funboost-Rennern.

Apropos klettern: Das Einsteigen ist eine erste grosse Herausforderung. Türen gibt es keine, nur ein Seitenfenster aus Drahtgitter. Da braucht es schon einige Verrenkungen, um das filigrane Sportgerät zu entern. Einmal eingefädelt, ist alles andere ein Kinderspiel. Die Pedalerie ist verstellbar, das Lenkrad wie im Rennsport üblich abnehmbar. Nur das Anfahren mit der Rennkupplung, ohne den Motor abzuwürgen, braucht etwas Übung.

Fredy Barth erklärt sein Winterspiel­zeug: «Mit griffigen Reifen, perfekter Balance, Hinterradantrieb und ohne Elektronik sind unsere 350 Kilogramm leichten Funboost-Buggies ein perfektes Trainingsgerät, wie ein Mietkart für Grosse. Sie lassen sich spielerisch leicht bändigen und vermitteln maximalen Fahrspass.»

Das Herzstück der eintägigen Veranstaltungen sind Langstrecken-Challenges. Bis zu sieben Viererteams wechseln sich am Lenkrad ab und drehen in zwei Stunden so viele Runden wie möglich. Tourenwagen- und GT-Rennprofi Barth präzisiert: «Es ist ein Wettkampf mit Motorsportcharakter, aber kein Rennen. Wir haben strikte Regeln und überall wachsame Streckenposten, die gut beobachten. Sicherheit hat oberste Priorität. Wichtiger als die Platzierung sind das Teamerlebnis und das Beherrschen des Fahrzeugs, das auch einen nicht zu unterschätzenden Lerneffekt für den Alltag mit sich bringt.»

Vor den Challenges mit Start am Nachmittag steht ein ausführliches Briefing auf dem Programm. Dann werden die Piloten wie Profis in eine komplette Funboost-Fahrerausrüstung mit Overall und Helm gesteckt. Nachdem die Sitzposition eingestellt wurde, kann endlich der magische Startknopf gedrückt werden. Es stehen die ersten vorsichtigen und dann immer ambitionierteren Proberunden mit dem ungewohnten Gefährt auf dem Programm.

Ein einfaches Kombiinstrument gibt über die Drehzahl und das Tempo Auskunft. Mit unüberhörbarem Rasseln und Fauchen vermittelt der Motor hinter dem Fahrer echtes Rennsportfeeling. Geschaltet wird mit einem sequenziellen Ganghebel, der entschlossenes Zupacken fordert. Ziehen bedeutet hochschalten, drücken zurückschalten. Die Technik des Buggys ist erfrischend einfach. Die 2,6 Meter langen Einsitzer bestehen aus einem Rohrrahmenchassis mit Sicherheitszelle. Der von einem Motorrad stammende Antrieb umfasst einen 600-ccm-Motor mit 130 PS. Hinterradantrieb und breite Reifen erlauben eine beeindruckende Beschleunigung in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 Stundenkilometern. So schnell ist man auf dem Rundkurs in Seelisberg nicht annähernd. Trotzdem kommt man hinter dem Lenkrad ganz schön ins Schwitzen. Und am Ende gibt es für die Erfolgreichsten – auch ohne Rennstress – Champagner und Pokale. Ein kompletter Tagesevent kostet für Einzelpersonen inklusive Versicherung und Catering 995 Franken.

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