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Ronaldo führt gegen Ibrahimovic

Lissabon. Im prominentesten Playoff-Duell hat Portugal einen Schritt Vorsprung auf Schweden. Dank Cristiano Ronaldo fliegen die Portugiesen mit einem 1:0 ans Rückspiel in Stockholm.

Die Portugiesen haben Cristiano Ronaldo, einen Weltstar, der Weltfussballer des Jahres werden kann. Die Schweden haben Zlatan Ibrahimovic, der ebenfalls Kandidat ist für diese hohe Auszeichnung. Als Mannschaft ist Portugal, Nummer 14 der Fifa-Rangliste und damit gesetzt, etwas höher eingestuft als die Schweden auf Rang 25. Und diesem knappen Plus entsprach auch das Playoff-Hinspiel im Estadio da Luz in Lissabon.

Nach einer ersten Halbzeit mit raren Höhepunkten und einer bestenfalls leisen Überlegenheit der Portugiesen, entwickelten diese in den zweiten 45 Minuten deutlich mehr Druck. Den Schweden ist zu attestieren, dass sie sehr gut verteidigten und kaum je die Übersicht verloren. Aber je länger der Match dauerte desto unwahrscheinlicher wurde doch, dass ihnen jenes Auswärtstor gelingen würde, das sie womöglich entscheidend in Vorteil gebracht hätte.

Schwedens starke Verteidigung

Es stand also immer länger 0:0, und unentschieden schien auch das Duell zwischen den beiden Topleuten auszugehen. Ibrahimovic leistete eher Mannschaftsarbeit, indem er beispielsweise als starker Kopfballspieler hinten aushalf. Das war bei Standardsi­tua­tio­nen, von denen es doch einige gab, bis zum Ende allein 14 Eckbälle für die Portugiesen. Cristiano Ronaldo hatte, wenn es denn erforderlich war, nur bei vier schwedischen Corners mitzuhelfen. Offensiv aber war er präsenter als sein Gegenspieler, eindeutig mehr am Ball als jener, aber eben auch Mitglied der zumindest optisch dominanten Mannschaft.

Aber was die wirklich bedeutenden Dinge anging, zeichnete sich zusehends ein Patt ab. Ronaldos Portugiesen gaben zwar nie auf, doch Ibrahimovics Schweden verteidigten gut. Ihr Torhüter Andreas Isaksson wurde in seinem 111. Länderspiel jedenfalls nicht überfordert. Aber dann, in der 82. Minute, gingen die Portugiesen jenen Schritt, der sich am Ende für die weite Reise nach Brasilien als entscheidend erweisen könnte.

Natürlich Ronaldo

Der defensive Mittelfeldspieler Miguel Veloso, der es in der vergangenen Woche in der Europa League noch mit dem FC Thun zu tun bekam, setzte sich auf der linken Flanke durch. In der Mitte reagierte ein Teamkollege schneller als sein schwedischer Gegenspieler Martin Olsson und lenkte die halbhohe Hereingabe mit einem Hechtköpfler aus wenigen Metern über die Linie. Es war eine durchaus typische Szene für den Torschützen, der – natürlich – Cristiano Ronaldo hiess.

Fünf Minuten später hatte Ronaldo gar nochmals eine Gelegenheit, aber er traf aus wenigen Metern nur die Latte. Bis er sich nach dem Schlusspfiff höflichst von Gegenspieler Ibrahimovic verabschiedete, hatte der Schwede keine auffallende Szene mehr. Ibrahimovic wird sich sagen müssen, ein 0:1 sei kein unüberwindliches Handicap. Aber er wird mit seiner Mannschaft am Dienstag in der Offensive doch mehr bieten müssen.

Ronaldo wiederum war «zufrieden mit diesem Sieg», auch wenn es das eine oder andere Tor mehr hätte sein können. Die Chancen, fügte er noch bei, sei weiterhin für «beide Mannschaften gleich – sie stehen bei 50 zu 50.» So muss man in dieser Si­tua­tion reden. Und doch alles nach einem zumindest leichten Vorteil für Portugal aus. (red)

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