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Rotkreuz-Team im Norden Malis von Islamisten entführt

Ein seit drei Tagen im Norden Malis vermisstes Rot-Kreuz-Team befindet sich in der Hand islamistischer Entführer. Die Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao) bekannte sich am Dienstag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP zu der Entführung.

"Wir haben mit der Hilfe Gottes einen Allradwagen der 'Feinde des Islam' und ihrer Komplizen in unsere Gewalt gebracht", sagte der Mujao-Vertreter Yoro Abdoulsalam. Den Entführten gehe es gut.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte am Montag eines seiner Teams im Norden von Mali als vermisst gemeldet. Das IKRK habe den Kontakt zu fünf Insassen eines seiner Fahrzeuge verloren, sagte ein Sprecher der Organisation.

Nach seinen Angaben handelt es sich um vier einheimische IKRK-Mitarbeiter und einen ebenfalls malischen Tierarzt von einer anderen Organisation.

Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Frankreich griff im Januar vergangenen Jahres militärisch ein, um ein Vorrücken islamistischer Rebellen zu stoppen. Zusammen mit Soldaten aus anderen afrikanischen Staaten vertrieb die französische Armee die Rebellen aus den grossen Städten des von ihnen kontrollierten Nordens.

Die Sicherheitslage ist aber nach wie vor angespannt. Die UNO-Mission MINUSMA, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt, soll für Ruhe sorgen.

(sda)

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