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Rückschlag für Holidi-Fans

Über die Zukunft des Holzmanns Holidi im Graben soll nicht abgestimmt werden. Die zuständige Kommission empfiehlt dem Gemeinderat, die Initiative «Rettet den Holidi» für ungültig zu erklären.

Die Sachkommission für Bildung, Sport und Kultur (BSKK) empfiehlt dem Winterthurer Gemeinderat, die Volksinitiative «Rettet den Holidi» abzulehnen. Wie die Kommissionspräsidentin Gabriella Gisler (SVP) mitteilt, sei der Entscheid mit grosser Mehrheit gefällt worden. Die Initiative setzt sich für das «Fortbestehen von Holidi oder einem gleichwertigen Holzmenschen» im Oberen Graben in Winterthur ein. Das Projekt soll maximal 50'000 Franken kosten. Damit folgt die Kommission dem Antrag des Stadtrats, der den Vorstoss vergangenen Herbst regelrecht zerpflückt hatte. Er erklärte die In­itia­ti­ve für ungültig, indem er drei juristische Mängel geltend machte: Sie verstosse gegen die Einheit der Materie, gegen übergeordnetes Recht und gegen das Urheberrecht. Stadtschreiber Arthur Frauenfelder sagte damals, er habe schon bei der ersten formellen Prüfung bei Mitinitiant Marc Wäckerlin (Piraten) «erhebliche Zweifel bezüglich Gültigkeit» angemeldet. Dieser entgegnete, man habe die Kritikpunkte der Stadtkanzlei berücksichtigt. Wäckerlin unterstützt als Gemeinderatsmitglied das Anliegen der jungen Urheber um den Winterthurer Pascal Münst.Über 9000 Facebook-Fans Geht es nach dem Stadtrat, soll der Holzmann Holidi altersbedingt in den Friedhof Rosenberg verfrachtet werden. An seine Stelle soll die Holzinstallation «Plaza» des Künstlers Andreas Fritschi kommen. Dagegen machte sich zuerst im Internet Stimmung breit: Die Facebook-Seite «Rettet den Holidi» zählt über 9000 Fans. Ob das Volk dereinst an der Urne über die Zukunft des Holidi abstimmen wird, muss nun der Gemeinderat entscheiden. Für eine Ungültigerklärung bedarf es einer Zweidrittelsmehrheit im Gemeinderat.

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