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Rumäniens Mahnerin

Polen hatte Lech Walesa, die Tschechoslowakei Vaclav Havel und die Rumänen haben Ana Blandiana. Auch wenn sie es nach dem Fall des Eisernen Vorhanges vor 25 Jahren ablehnte, Vizepräsidentin zu werden, gilt die 72-jährige Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin noch heute als moralische Instanz. Mit der politischen Klasse Rumäniens, welche sie als erbärmlich beschreibt, geht sie hart ins Gericht. Europa kreidet sie an, es habe den russischen Präsidenten Wladimir Putin immer mehr unterstützt, als es dieser verdient hätte. Ihm wirft sie vor, nicht zu akzeptieren, dass die Sowjetunion Vergangenheit ist, und dass er exakt mit jener Schamlosigkeit, die auch Stalin eigen war, das Imperium wiederherstellen wolle. Die Schweiz kennt Blandiana nur von der idyllischen Seite. Doch scheine ihr die Art riskant zu sein, wie die Schweiz sich dar­auf versteife, sich selber bleiben zu wollen. red Seite 26

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