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Rush Jeune & Jolie L’écume des jours z’Alp Mikrokosmos Gassenschau

Ron Howard («A Beautiful Mind») entfaltet anhand der Rivalität zweier Rennfahrer ein rasantes Panorama der 70er-Jahre. Mit Gespür für die richtige Dosis an Action und Kammerspiel lässt der Regisseur Hedonismus (der Brite James Hunt) auf Biederkeit (der Österreicher Niki Lauda) treffen. Die beiden brauchen einander so dringend wie der Superheld den Bösewicht. Nur die Rivalität zueinander treibt den coolen Briten und den knorrigen Österreicher zu Höchstleistungen an. Und super sind auch die Schauspieler: Daniel Brühl und Chris Hemsworth.

«Treffen 17 Uhr, 300 Euro» steht auf dem Display des Mädchens, es ist die Verabredung zum Sex. Und zu diesem Zeitpunkt ist aus Frühlings Erwachen längst das Ende aller Liebe geworden: Isabelle, 17 Jahre jung, Gymnasiastin in Paris, verkauft sich an Männer. «Das Geld hat sie weder nötig noch interessiert sie sich dafür», heisst es über ihre Geschichte. Aber bei Regisseur François Ozon, der von Isabelle erzählt, geht es nie ums Geld. Sondern um das Gefühl einer Jugend, dies mit den Liedern von Françoise Hardy von «Première rencontre» bis «Je suis moi».

Einmal mit einem Wolkenkarussell quer durch Paris? Kein Problem für Frankreichs Filmfantasten Michel Gondry. In seinem neuen Kinowerk «L’écume des jours» zeigt er das Auf und Ab von zwei Verliebten. Dabei tobt sich Gondry mit skurrilen Verwirrungen aus. In der Tradition des Surrealismus erzählt das Drama von einem Pariser Pärchen, das sich verliebt und dann gemeinsam zugrunde geht. Audrey Tautou («Amélie») darf zunächst breit lächeln und muss dann rehäugig den Leinwandtod sterben. Wie immer bei Gondry vermischten sich Traum und Realität.

Uffahre, Züglete, Öberefahre: Jede Region des Landes hat ihren eigenen Namen für das jährlich grösste und aufregendste Ereignis eines Bauern – den Alpaufzug. Dokumentarfilmer Thomas Rickenmann begleitet drei Familien auf eine Reise in ihre Sommerresidenz. Der Film «z’Alp» zeigt, welchen Belastungsproben die Bauern beim alljährlichen Umzug der Herden ausgesetzt sind – von den Vorbereitungen bis zur Auffuhr. Der Regisseur von «Schönheiten des Alpsteins» und «Silvesterchlausen» sorgt wieder für ein «wahres Wellnesserlebnis fürs Gemüt».

Alle fünf Jahre verwandelt Karl’s kühne Gassenschau, das grösste Outdoortheater der Schweiz, den stillgelegten Steinbruch von St-Triphon in eine explosive und poetische Welt. Ein halbes Jahr leben die rund sechzig Mitarbeiter des Theaters und des Caterings auf engem Raum, Wohnwagen an Wohnwagen. Bei Sonne, Regen und Sturm ist der tägliche Spielbetrieb und das Zusammenleben von drei Generationen eine grosse Herausforderung. Der Film von Heinz Winter zeigt die Menschen abseits des Spektakels im alltäglichen Aufeinandertreffen. (red)

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