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Russiker Sportvereine fordern eine Dreifachturnhalle

Seit Jahren müssten sie teilweise auswärts trainieren, sagen die Russiker Sportvereine. Sie wollen deshalb eine Initiative für den Bau einer Dreifachturnhalle einreichen.

«Wir wollen die Dreifachturnhalle nicht auf Biegen und Brechen», sagt Thomas Wylenmann. Der Präsident des Turnvereins und der Männerriege Russikon erklärt, was die sechs beteiligten Vereine mit ihrer Initiative bezwecken: «Wir möchten, dass der Gemeinderat die Halle in seine Planung aufnimmt.» Während etwa drei Wochen haben Turnverein, Damenturnverein, Frauenturnverein, Fussballklub, und die Vereine Familientreffpunkt sowie Spielgruppe Bienehüsli rund 230 Unterschriften gesammelt. Für die Initiative, die demnächst beim Gemeinderat eingereicht werden soll, hätte schon eine gereicht. Sie hätten aber den Puls der Bevölkerung spüren wollen, sagt Wylenmann. «Wir wollten wissen, ob die Turnhalle einem grösseren Bedürfnis entspricht.»Offensichtlich tut sie das, wie die zusammen gekommenen Unterschriften zeigen. Russikon hat heute etwas über 4100 Einwohner. Über 500 sind Mitglied in einem Sportverein. Doch: «Das Hallenangebot, das die Sportvereine mit anderen teilen müssen, genügt den heutigen Bedürfnissen an einen modernen Sportbetrieb nicht mehr», halten die Initianten in ihrem Schreiben an die Bevölkerung fest. Seit Jahren müssten einzelne Vereine ausserhalb der Gemeinde trainieren.Ebenso fehle es an Räumen für Familien sowie öffentlichen Kinderspielplätzen. Mit einer Dreifachturnhalle soll laut den Initianten auch dieses Bedürfnis abgedeckt werden: «Die Dreifachturnhalle mit Familienzentrum soll ein Generationenprojekt sein.»

Steuerfuss soll gleich bleiben

Ein solcher Bau ist nicht gratis zu haben. Das ist den Initianten auch klar. Eine Steuerfusserhöhung würden sie denn auch nicht hinnehmen, wie sie in ihrem Schreiben weiter klarstellen. Ohne eine solche werde das Projekt aber kaum finanzierbar sein, sagt Gemeindeschreiber Marc Syfrig. Denn dieses koste rasch einmal 12 Millionen Franken. Das stellte auch schon Gemeindepräsident Eugen Wolf klar, als er über die Sanierung des Schulhauses Sunneberg 2 informierte, über die das Stimmvolk am kommenden Sonntag an der Urne befinden wird.Die Vereine wollen aber ein «Nein, ohne das vorher genau abgeklärt zu haben», nicht einfach hinnehmen, wie Wylenmann sagt. «Wir sind sehr gerne bereit, die Möglichkeiten an einem runden Tisch mit der Gemeinde zu diskutieren.»Er sei zudem auch keineswegs gegen die vorgesehene Sanierung des Sunneberg-Primarschulhauses. Auch wenn an einer Informationsveranstaltung einige Votanten für einen Neubau inklusive Turnhalle und Tagesstrukturen plädierten. Gut sei auf jeden Fall, dass der Gemeinderat den Neubau der Turnhalle aus dem Sanierungsprojekt ausgeklammert habe.Erklärt die Exekutive die Initiative für gültig, so wird die Gemeindeversammlung darüber abstimmen, ob der Gemeinderat ein Projekt für eine Dreifachturnhalle ausarbeiten soll.

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