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Rychenberg im Vormarsch

Dank eines erdauerten 7:3-Auswärtssieges gegen NLA- Aufsteiger Mittelland setzt sich der HC Rychenberg nach sechs Runden in der erweiterten Spitzengruppe fest.

Einmal mehr hat der HC Rychenberg bewiesen, dass er sich durchzusetzen versteht, wenn er aufgrund der Stärkeverhältnisse quasi dazu verpflichtet ist. Sowohl in Sumiswald (3:2) als auch in Uster (10:7) war ihm dies bereits gelungen – dazu kam der nicht unbedingt erwartete Heimsieg gegen Köniz. Und auch gegen Mittelland wurde er seiner Reputation gerecht, wenngleich der Ausgang der Partie lange ungewiss war. Dank des vierten aufeinanderfolgenden Sieges, dem dritten auswärts, konnte der Anschluss an die erweiterte Spitze gewahrt und der Vorsprung auf die Nicht-Playoffplätze auf beruhigende acht und mehr Punkte vergrössert werden. Hartnäckiger Gegner Der HC Rychenberg tat sich lange Zeit schwer mit der verständlich defensiven Spielweise des Aufsteigers. Zwar gelang Captain Mikael Lax in der zehnten Minute im einzigen Überzahlspiel seiner Mannschaft das 1:0, doch hatte dieses nicht wie gewünscht einen unaufgeregten Abend mit einem unangefochtenen Sieg zur Folge. Vielmehr blieb Mittelland bis ins Schlussdrittel hinein der erwartet unangenehme, weil hartnäckige Gegner und unterstrich damit, dass es ein besserer Aufsteiger ist als andere vor ihm und dass der Punktgewinn gegen GC vor zwei Wochen kein Produkt des Zufalls gewesen war. Zu einem Grossteil lag die Mühe, die Rychenberg lange Zeit bekundete, an der mässigen eigenen Leistung. In den ersten vierzig Minuten agierte der Favorit zu langsam und zu kompliziert. Die Kon­zen­tra­tion litt sichtlich unter der wenig attraktiven Affiche. Es fehlten die probaten Mittel, um die massierte Abwehr aus den Angeln zu heben. Erschwerend kam hinzu, dass Philemon Plüss seine Oltemer bis zur 21. Minute in Führung schoss und so dem Aussenseiter keine Veranlassung gab, aus seinem Schneckenhaus herauszukriechen. Daran änderte auch Felix Buffs Ausgleich in der 36. Minute nichts. Richtiges im richtigen Moment «Zwei Drittel lang war es ein Geknorze», resümierte Trainer Rolf Kern. Das Spiel stand auf der Kippe und Torhüter Pascal Meier hatte zwei, drei knifflige Si­tua­tio­nen zu bereinigen. «Erst das 3:2 brachte Erlösung.» Mit Lukas Grun­ders wegweisendem Treffer veränderte sich die Konstellation grundlegend. Ab dieser 48. Minute sah sich Mittelland gezwungen, zu öffnen und mehr fürs Spiel zu tun. Die Offensivwirkung blieb allerdings bescheiden. Im Gegenteil, die offeneren Räume spielten Rychenberg geradezu in die Karten. «Von da an war es viel einfacher für uns», befand Kern, «auch weil wir den Ball besser laufen liessen.» Und nach Benjamin Borths 4:2 war der Knopf endgültig gelöst und stand der Sieger fest. Neben den angestrebten drei Punkten fand Rychenbergs Trainer etwas zweites Positives am Auftritt in Olten: «Es gelingt uns zurzeit, in entscheidenden Phasen das Richtige zu tun und im richtigen Moment Tore zu schiessen.» Weniger erbaut zeigte er sich darüber, dass «wir 48 Minuten brauchten, um das Spiel zu entscheiden». Trotz aller Vorbehalte wäre es möglich gewesen, die wichtigen drei Punkte früher zu sichern. Das Heimspiel vom kommenden Samstag gegen die Kloten-Bülach Jets bietet eine gute Gelegenheit, um darin Fortschritte zu zeigen. Auch gegen den Kantonsrivalen wird Rychenberg als Favorit ins Rennen steigen.

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