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Samsung überprüft Arbeitsbedingungen bei Zulieferern in China

Nach Berichten über Missstände in chinesischen Zulieferbetrieben nimmt der südkoreanische Handy-Herstellers Samsung 250 Fabriken in der Volksrepublik unter die Lupe. Sollte Samsung dabei Verstösse gegen die hauseigenen Vorschriften feststellen und sollten diese nicht behoben werden, würden die Verträge mit den Zulieferern gekündigt, erklärte Samsung am Montag.

Das Unternehmen wies Vorwürfe der in New York ansässigen Nichtregierungsorganisation China Labor Watch zurück, dass in der Handy- und DVD-Spieler-Fabrik HEG Electronics in Südchina auch Kinder arbeiteten. Dies sei nicht der Fall. Allerdings seien mehrere Fälle unzulässiger Überstunden sowie mangelnder Sicherheitsvorkehrungen festgestellt worden.

HEG müsse umgehend die Arbeitsbedingungen verbessern und sich strikt an das absolute Verbot der Kinderarbeit halten, sonst drohe das sofortige Vertragsende, betonte Samsung.

Das Unternehmen kündigte an, seine insgesamt 105 Exklusiv-Zulieferer direkt zu inspizieren. Bis Ende des Jahres sollten zudem 144 Unternehmen, die sowohl an Samsung und als auch an andere Hersteller liefern, überprüft werden.

Die Arbeitsbedingungen in China waren zuerst mit Blick auf den Samsung-Rivalen Apple in die Schlagzeilen geraten, dessen Hauptzulieferer Foxconn vielfache Verstösse gegen das Arbeitsrecht vorgeworfen worden waren.

Apple und Foxconn hatten sich schliesslich darauf verständigt, die Missstände auszuräumen. Über die Vorwürfe von China Labor Watch gegen Samsung hatte in Deutschland auch der "Spiegel" berichtet.

(sda)

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