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Sanierung am Nadelöhr

Ein Abschnitt der Wülflingerstrasse wird sanft saniert. Beim Strasseninspektorat spricht man von massiven Schäden. Diese sind noch nicht überall geflickt.

Schlaglöcher, Risse, Absenkungen: Die Wülflingerstrasse, eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt, ist in einem problematischen Zustand. Jahrelang hat man bei der Stadt zugewartet – und nun gehandelt. In den letzten zwei Wochen wurde die Strecke auf der Höhe Habsburg- bis Müllerstrasse sanft saniert. Dabei wurde die oberste Strassenschicht, der Deckbelag, von Arbeitern abgehobelt, geputzt und wieder eingesetzt. «Es war wirklich allerhöchste Zeit», sagt Baustellenleiter Reto Sprenger vom Strasseninspektorat. Seit Jahren habe man sich mit Notfallübungen helfen müssen. «Der Strassenabschnitt geriet zu einem einzigen Flickenteppich», sagt Sprenger. Er spricht von «massiven Schäden». Die Risse und Schlaglöcher seien schliesslich auch zu einem Risiko für die Verkehrsteilnehmer geworden. Strasse ist ein Nadelöhr Seit Jahren steht die Wülflinger- strasse auf der Pendenzenliste des Baudepartements. Dass lange doch nicht repariert wurde, erklärt Sprenger mit den schwierigen Rahmenbedingungen. «Die Strasse ist ein Nadelöhr, Bauarbeiten machen sie noch enger.» Immer wieder seien zudem andere Strassenarbeiten oder Werkleitungsinstallationen dazwischengekommen. Die Sanierung des Strassenstücks konnte am Donnerstag beendet werden, seither fliesst der Verkehr, der mit Lichtsignalen einspurig geführt wurde, wieder reibungslos. Dies jedoch nur für ein paar Wochen, bis der Abschnitt Habsburgstrasse bis Tellstrasse saniert wird und drei Verkehrsinseln gebaut werden. Auch dort sieht es mit dem Strassenbelag nicht besser aus. Dieser zweite Teil der Sanierung dürfte laut Sprenger insgesamt nicht länger als sechs Tage dauern. «Der Abschnitt ist verkehrstechnisch noch einiges heikler als der vorhergehende, deshalb haben wir ihn in die Sommerferienzeit verschoben.» 15 Minuten Wartezeit Diese Massnahme begrüsst Reto Abderhalden, Pressesprecher bei Stadtbus. Buspassagiere hätten bei der Sanierung in den letzten zwei Wochen Verspätungen von bis zu 15 Minuten hinnehmen müssen. «Zu Spitzenzeiten mochte die Strasse das Verkehrsaufkommen einfach nicht mehr schlucken», sagt Abderhalden. Dies war vor allem ab fünf Uhr abends der Fall. Am Morgen starteten die Bauarbeiten aus Rücksicht auf den Pendlerverkehr erst gegen neun Uhr. Laut Abderhalden muss auch bei der Fertigstellung Ende Juli mit teils massiven Verspätungen gerechnet werden, auch wenn das Verkehrsaufkommen allgemein kleiner sein wird. «Buspassagiere sollten nicht zu spitz kalkulieren.» Ist der Deckbelag erneuert, dürfte eine relative Ruhe einkehren auf der Wülflingerstrasse. Die jetzige Oberflächensanierung des Nadelöhrs genüge für einige Jahre, sagt Reto Sprenger. Unterbelag und Strassenränder seien noch erstaunlich gut erhalten. Totalsaniert wurde die Strasse letztmals im Abschnitt Neuwiesen- bis Bachtelstrasse in den Jahren 1981 und 1982. Mirko Plüss

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