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Sauber verschiebt den Saisonstart

Aus den Gesichtszügen der Sauber-Leute war schon 90 Minuten vor dem Start abzulesen, dass der Saisonauftakt kein Ruhmesblatt werden würde. Die Kunde aus der Garage von einem Benzinleck am Wagen von Nico Hülkenberg beraubte das Team aller Illusionen, denn die ersten Befürchtungen bestätigten sich. Die Zeit reichte nicht aus, um die genaue Ursache des Schadens zu analysieren, und an eine Reparatur war gar nicht erst zu denken. Der festgestellte Riss im Tank bildete ein zu grosses Sicherheitsrisiko.

Der Sauber C32-Ferrari des Deutschen musste zurückgezogen werden. Der Fahrer zeigte sich ebenso schockiert wie die Mannschaft, die auf verschiedenen verantwortlichen Posten Änderungen erfahren hat.

«Sicherheit geht vor»

Der ungewöhnliche Defekt hat möglicherweise auch Auswirkungen für die Fortsetzung der Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende. Das betroffene Chassis wird in die Schweiz geflogen. Aus dem Ersatzchassis müssen die Mechaniker für Malaysia für Hülkenberg ein neues Auto aufbauen. «Die Enttäuschung sitzt tief, aber die Sicherheit geht vor», sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn, die aufgrund der Wintertests und des Trainings am Samstag wie viele auf die ersten WM-Punkte gehofft hatte, obwohl Hülkenberg im Qualifying als Elfter noch knapp an den Top Ten vorbeigeschrammt war.

Gleich aus zwei Gründen war das Verdikt für den neuen Sauber-Fahrer bitter. Die Ausgangslage war gut und mit derselben Taktik ist der hinter ihm qualifizierte Adrian Sutil nach elf Führungsrunden schliesslich Siebter geworden. Bereits zum dritten Mal ist Hülkenberg in Melbourne nun daran gehindert worden, seine unbestrittenen Qualitäten auszuspielen: 2010 mit Williams und im Vorjahr mit Force India war er in der ersten Runde ausgeschieden. Entsprechend verärgert reagierte der Deutsche auf die unerwartete Si­tua­tion. Vorwürfe wollte er aber niemandem machen: «So ist der Rennsport. Damit muss man leben können.»

Teamkollege Esteban Gutiérrez (Bild) allein konnte es nach diesem Tiefschlag auch nicht richten. Der 21-jährige Mexikaner hielt sich in seinem ersten Grand Prix nach einem heftigen Abflug im nassen Qualifying bewusst zurück. Als bester der fünf Debütanten wurde er nur zwei Plätze hinter seinem Vorgänger und Landsmann Sergio Pérez Dreizehnter. «Mein Ziel war es, das Rennen zu Ende zu fahren. Allein das erreicht zu haben, ist für mich fantastisch», versicherte er. «Wir haben eine gute Basis und werden uns bemühen, daraus in Zukunft noch mehr rauszuholen.» (pl)

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