Zum Hauptinhalt springen

SBB ziehen die Personal- Bremse

Den SBB fehlen jährlich 150 Millionen Franken für die Sanierung des Schienennetzes. Um an Geld zu kommen, stellt die Division Infrastruktur kein Personal mehr ein. Abgänge werden nur in Ausnahmefällen ersetzt.

Die SBB-Division Infrastruktur beschäftigt 10000 Mitarbeiter. Sollte einer kündigen, bleibt die Stelle unbesetzt. «Bei jedem Abgang prüfen wir, ob diese Stelle weiterhin notwendig ist», sagt SBB-Sprecher Stephan Wehrle auf Anfrage dieser Zeitung. Anders gesagt: Die SBB-Chefetage hat für die Division Infrastruktur einen Anstellungsstopp verhängt. «Ersetzt werden nur noch Mitarbeiter, die für die Bahnkunden, deren Sicherheit und für die Pünktlichkeit der SBB wichtig sind.» Diese Massnahme soll «bis auf weiteres» gelten.

Die SBB brauchen Geld

Der Grund: Die SBB müssen Geld auftreiben, um die veraltete Infrastruktur zu sanieren. 6,5 Prozent der Anlagen sind laut den SBB in einem schlechten bis kritischen Zustand; 22,5 Prozent in einem mittelmässigen Zustand. Immerhin 71 Prozent der Anlagen werden betriebsintern als gut bewertet. 2013 haben die SBB bereits 129 Millionen Franken zusätzlich in den Unterhalt des Schienennetzes investiert. Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 rechnen sie mit Zusatzaufwendungen von jährlich 150 Millionen. «Wir suchen derzeit eine Finanzierungslösung mit dem Bund», sagt Wehrle. Die durch den Anstellungsstopp frei werdenden Mittel seien ein Teil davon. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) will genau hinschauen. Grundsätzlich sei ein Anstellungsstopp besser als ein Abbau, sagt SEV-Sprecher Peter Moor. «Sollten wir aber feststellen, dass die Sicherheit oder Kundenzufriedenheit gefährdet ist, schreiten wir sofort ein.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch