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Schellings Trainings in Kloten

sotschi. Die Schweizer Eishockey-Frauen spielen zum dritten Mal bei einem grossen Turnier um eine Medaille, zum ersten Mal bei einer WM. Heute gehts im Halbfinal gegen Kanada, ein Sieg wäre eine Sensation. Normal ist, dass die Schweizerinnen am Donnerstag um Bronze kämpfen. Gegen den Verlierer von USA – Schweden. Und es wäre eine grosse Überraschung, wenn der Gegner nicht Schweden heissen würde.

Möglich gemacht hat diesen erneuten Vorstoss unter die besten vier Mannschaften Florence Schelling. Die Torhüterin stoppte beim 2:0 in der Halbfinal-Qualifikation alle 41 Schüsse, die auf ihr Gehäuse kamen. Sie hatte einmal Glück bei einem Lattenschuss, aber sonst war sie stets Frau der Si­tua­tion. «Sie war einmal mehr grossartig», sagte Stefanie Marty, welche die Schweiz im ersten Drittel trotz grossen Drucks der Russinnen in Führung gebracht hatte. Lara Stalder konnte den zweiten Treffer in der letzten Minute im leeren Tor der Russinnen unterbringen.

Sie hätten drei Jahre auf dieses Spiel hingearbeitet, sagte Laura Benz. «Und jetzt geniessen wir es.» Die Schweizerinnen spielten nur mit drei Blöcken, alle leisteten einen grossen Effort, warfen sich in Schüsse, waren bereit, immer wieder die Abpraller zu übernehmen. Wenn es denn welche gab. Schelling liess kaum einen zu. «Wir haben als Team gewonnen», strich sie heraus. «Und nun können wir ohne Druck in die nächste Aufgabe gehen.»

Für Schelling hat sich die Vorbereitung in der Schweiz in diesem Winter ausbezahlt. Sie trainierte und spielte ja nicht nur in Bülachs Erstliga-Equipe, sondern sie nahm regelmässig jeden Donnerstagmorgen am Goalietraining der Kloten Flyers teil. Nicht an demjenigen der Junioren-Equipe, sondern der NLA-Mannschaft. Martin Gerber war dabei, als Trainer standen Reto Pavoni und Hansjürg Thiemeyer im Einsatz. (jch)

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