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Schlau wählen im Februar

Smartvote schlägt dem User die passenden Winterthurer Politiker vor. Bei deren Positionen stösst man auch auf Überraschendes.

Soll die Stadt mehr Mittel für subventionierte Krippenplätze zur Verfügung stellen? Sollen in Winterthur mehr Hochhäuser gebaut werden? Diese und Dutzende weiterer Fragen sind seit Montag auf der Internetplattform Smartvote abrufbar. Die Online-Wahlhilfe unterstützt Wählerinnen und Wähler bei der Entscheidungsfindung zur Gemeinderats- und Stadtratswahl in Winterthur. Der User erhält aufgrund seiner eingegebenen Antworten eine Wahlempfehlung und einen Direktvergleich mit den Kandidierenden. Diese erhielten bereits Ende November Zugang zur Plattform, um ihre Positionen einzugeben. Ideen von Medien und Parteien Noch haben aber nicht alle Kandidatinnen und Kandidaten ihr Profil aktiviert. Bei den Stadträten fehlt derzeit noch Yvonne Beutler (SP). Für den Gemeinderat beträgt die momentane Teilnahmequote 47 Prozent; 200 von 430 erfassten Bewerbern nahmen bisher an der Umfrage teil. Am aktivsten waren die Kandidierenden von SP, Grünen, EVP, EDU und Piraten. Knapp dahinter liegt die FDP mit einer Teilnahmequote von 50 Prozent. Nach den Grünliberalen und der AL folgen SVP und CVP als Schlusslichter. Bei Letzteren füllte bisher erst jeder Fünfte auf der Liste den Fragebogen aus. Die Reihenfolge der Teilnahmezahlen sei keine grosse Überraschung, sagt Daniel Schwarz, Smartvote-Gründer und Politikwissenschaftler. Politisch konservative Parteien wie die SVP hätten generell Mühe, ihre Mitglieder für die Teilnahme an Smartvote zu motivieren. Bis zu den Wahlen im Februar rechnet Schwarz mit einer finalen Teilnahmequote von 70 Prozent. Um den Winterthurerinnen und Winterthurern den Puls zu fühlen, holte Smartvote Ideen bei lokalen Medien und Parteien ein. Auch der «Landbote» ist Medienpartner für die kommenden Wahlen. Aus dem breiten Katalog setzten sich dann 61 Fragen durch. Smartvote ist bereits zum wiederholten Mal auch für die Winterthurer Wählerschaft verfügbar. Gegründet wurde die Plattform vor zehn Jahren vom Verein Politools in Bern. Seit den Wahlen 2011 ist sie schweizweit bekannt. Über 1,2 Millionen User nahmen damals den Service in Anspruch, rund 3000 Kandidierende füllten den Fragebogen aus. Beim Stöbern durch die Antworten der Politiker stösst man auch auf Unerwartetes. So spricht sich Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) auf seinem Smartvote-Profil für Budgetkürzungen aus: In den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziale Wohlfahrt würde Künzle nächstes Jahr weniger Geld ausgeben. Dies, obwohl er als Mitglied des Stadtrats am nächsten Montag bereits wieder gegen die Sparvorschläge im Gemeinderat ankämpfen wird. www.landbote.ch/smartvote

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