Zum Hauptinhalt springen

«Schluss mit kopflastig»

Der Zürcher Kindergarten-Verband hat im Abstimmungskampf vehement für ein doppeltes Nein zur Grundstufe geworben. Für Vizepräsidentin Barbara Schwarz ist klar, welches Argument den Ausschlag gegeben hat: «Viele Leute auf der Strasse haben nicht eingesehen, weshalb jetzt bereits 4-Jährige kopflastig erzogen werden sollen.» Zudem habe sich der Kindergarten so stark weiterentwickelt, dass die Grundstufe faktisch überflüssig geworden sei. «Was sie bietet, bieten wir alles auch», sagte Kindergärtnerin Gabi Fink, «ausser Leistungsdruck beim Rechnen und Schreiben.» Jene Kinder, die nun von der Grundstufe in den Kindergarten wechseln müssten, seien insofern nicht zu bedauern.

Die SVP, die sich ebenfalls für ein doppeltes Nein eingesetzt hatte, deutete das Abstimmungsresultat gestern als klares Ja zum Kindergarten. Sie sah darin auch ein Misstrauensvotum gegen SP-Bildungsdirektorin Regine Aeppli. Von deren «Bildungs-Reformitis» habe das Volk genug.

Die EVP versteht das Votum als Auftrag an die Bildungsdirektion, mit Schulversuchen zurückhaltender umzugehen. Kantonsrätin Ruth Kleiber betonte, ihre Partei sei nicht aus Kostengründen gegen die Grundstufe gewesen. Vielmehr sollten investitionsbereite Gemeinden nun ihre Mittel so einsetzen, dass dies allen Schülern zugute komme: indem sie die Klassengrössen reduzieren, wie dies eine EVP-In­itia­ti­ve verlangt. (hub)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch