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Schöne Ausbeute

Mit fünf Medaillen durch acht Athleten realisierte die LV Winterthur an der Hallen-SM eine bemerkenswerte Ausbeute. Ein 2. Platz «ohne Medaille» kam hinzu.

Die erfolgreichste SM-Teilnehmerin der LV Winterthur im Athletik-Zen­trum St. Gallen war die 1500-m-Spezialistin Lisa Kurmann. Für einmal sicherte sie sich über die längere Distanz (3000 m) den Titel, erstmals in der Halle. Die junge Delia Sclabas führte das Rennen lange an, ehe Kurmann auf dem letzten Kilometer die Führung übernahm und den Abstand zunehmend vergrösserte. Die Winterthurerin entschied das Finale in 9:38,44 Minuten für sich – eine schnelle Zeit für ein Meisterschaftsrennen.

Im Dreisprung überflügelte die 18-jährige Vivian Nyuma fast alle ihre älteren Konkurrentinnen. Sie sprang im sechsten und letzten Versuch, als ihr der 2. Platz nicht mehr zu nehmen war, das erste Mal in ihrer Karriere über die 12-Meter-Marke: Mit 12,10 m verbesserte sie ihre Bestleistung um 19 Zentimeter. Nur Barbara Leuthard (LC Zürich) gelang es, an diesem Tag weiter zu springen (12,45 m). Eine Medaille gab es für Nyuma indes nicht, da die Kamerunerin noch nicht für die Schweiz startberechtigt ist.

Keine Spitzenzeit

Im Stabhochsprung lief Routinier Patrick Schütz zur richtigen Zeit zur Bestform auf. Vor Wochenfrist nur mit 4,80 m in der Hallen-Saisonbestenliste stehend, sprang er ohne Konkurrenz zur Silbermedaille. Mit 5,10 m übernahm er sogar die Führung vor Marquis Richards (Arlesheim), der bei 5,00 m in den Wettkampf ein­stieg. Richards pokerte hoch und übersprang seine nächste Höhe (5,30 m) im zweiten Versuch, während Schütz da ausschied. Richards versuchte sich danach dreimal an 5,50 m, dem Selektionswert für die Hallen-EM in Prag.

Über 800 m kam es zum Duell zwischen Livia Müller und Yasmin Giger (Amriswil). Während 700 m verlief das Rennen absolut offen. Erst vor der letzten Kurve gelang es Giger, sich vor Müller zu setzen und bis ins Ziel wenige Meter zu enteilen. Müller lief in 2:14,95 ein – nur 34 Hundertstels hinter Giger.

Reto Amaru Schenkel, der schnelle Mann der LV Winterthur, konnte nach einem ärgerlichen Stolperer im Halbfinal (6,79) auch im Final über 60 m nicht die erwünschte Spitzenzeit laufen, die ihn an die Hallen-EM bringen sollte. Geschlagen von Pascal Mancini (FSG Estavayer-le-Lac), der in 6,68 die Limite erfüllte, und Steven Gugerli (GG Bern, 6,77) musste sich Schenkel in 6,80 mit Bronze zufriedengeben.

Moser vor Moser

Im Stabhochsprung der Frauen sicherte sich Jasmine Moser mit Saisonbestleistung die Bronzemedaille. Die Andelfingerin übersprang 3,90 m und scheiterte erst an ihrer persönlichen Bestleistung von 4,00 m. Nach einer 2-jährigen Verletzungsodyssee scheint sie nun wieder ganz zurück zu sein. Ihre jüngere Schwester, Angelica Moser (LC Zürich), übersprang 4,20 m und belegte den 2. Rang. Der Titel ging an Nicole Büchler (LC Zürich). Die Schweizer Rekordhalterin überquerte 4,40 m und versuchte sich anschliessend dreimal an 4,60 m.

Der jüngste Teilnehmer der LV Winterthur war Andrin Frei (Jahrgang 1997). Er übersprang, bei viel Nervosität, seine Anfangshöhe von 4,30 m im dritten Versuch. Bei 4,50 m zeigte er im dritten Versuch mit einem hohen Sprung, wie er sich in die Top 8 des Landes vorgearbeitet hatte, fiel aber auf die Latte und schied auf Rang 7 aus.

Adrian Epprecht belegte über 800 m in 2:06,58 den 6. Rang. In einem von Taktik und Körperkontakt geprägten Rennen konnte er die vielen Tempowechsel nicht mitgehen und musste die Spitze bei Rennhälfte ziehen lassen. ps

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