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Schottland zwischen Pfund und Euro

london. Im Falle einer schottischen Unabhängigkeit würden Königskrönungen künftig doppelt gefeiert, dar­über sind sich Edinburgh und London einig. Nicht gelöst ist hingegen die Währungsfrage.

Falls sich Schottland 2014 vom Vereinigten Königreich trennen sollte, müssten künftige Monarchen gleich zweimal gekrönt werden. Einmal in London und ein weiteres Mal in Schottland. Zu diesem Schluss kam gestern die schottische Kirche. Nur so könnten zukünftige Könige als Schottlands rechtmässige Staatsoberhäupter anerkannt werden. Zwar scheint sich die schottische Regierung mit dem Traditionssinn der Kirche noch anfreunden zu müssen, doch ist in den Streitigkeiten um Schottlands Unabhängigkeit die Idee einer Doppelkrönung eine der unumstrittensten Entscheidungen.

Die Regierung in Edinburgh hat für den 18. September 2014 eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich angesetzt. Laut Umfragen kühlt die Euphorie für ein eigenständiges Schottland aber immer mehr ab.

London lässt Muskeln spielen

Während England der zweifachen Krönung nichts entgegensetzt, streiten sich London und Edinburgh weiterhin um Schottlands zukünftige Währung. Edinburgh will das britische Pfund behalten, doch London gibt sich stur. Nachdem sich Grossbritannien seit Jahren gegen die europäische Währungsunion sträubt, scheint es sich nun auch gegen eine Pfund-Zone zu stellen. London gibt vor, dass eine solche Währungsunion für die Briten ein unzumutbares wirtschaftliches Risiko sei.

Ob Schottland als Preis für seine Mitgliedschaft bei der EU ohnehin den Euro übernehmen müsste, ist bisher ungewiss. Gewiss ist, dass die Briten Schottland nicht so einfach in die Unabhängigkeit entlassen werden, wie sie es zurzeit gerne vorgeben.

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