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Schubnells grosse Aufholjagd zu Bronze

Am letzten Tag der Juniorinnen-WM in Borovets (Bul) kam auch Lisa Schubnell vom OLC Winterthur auf Touren. Aus aussichtsloser Position erlief sie für das Schweizer Team eine Bronzemedaille.

Die WM war bis dahin für die auf internationaler Ebene recht erfahrene Lisa Schubnell enttäuschend verlaufen. Wie die meisten im Team lieferte sie im entweder zu einfachen (Sprint) oder sehr schwierigen (Mittel, Lang) Gelände eher enttäuschende Resultate. Auch in der Staffel sah es nicht besonders gut aus, als Schubnell von Sina Tommer übernehmen konnte. Den Anschluss auf der Startstrecke hatte schon die Jüngste im Team, Paula Gross, verloren. Weltmeisterin Sina Tommer fand dann auch nicht so gut ins Rennen. Der Rückstand der Läuferin aus Räterschen auf die Spitze wuchs bis zur ersten Zwischenzeit an, blieb dann aber bis ins Ziel konstant. Schubnell war ganz auf sich fokussiert und interessierte sich nicht dafür, was um sie herum lief. Als Dreizehnte startend, lief sie rasch nach vorn und passierte schon bei der ersten Zwischenzeit auf der sechsten Position – das war schon nahe bei den Medaillen, da vorne Schweden und Norwegen doppelt vertreten waren. Viele Länder hatten eben keine starke dritte Läuferin. Schubnell hatte kaum Gegnerkontakt, wusste nicht, wo sie stand, spürte die finnische Läuferin allerdings näher kommen. Das war pikant, denn sie lebt derzeit ja im Austauschjahr in Finnland und war mit den Finninnen im Trainingslager in Bulgarien. «Fast wie in der Schweiz» Schubnell fühlte sich wohl im Gelände: «Es war fast wie in der Schweiz, viele Wege und einige grüne Zonen, eigentlich einfach.» Die Finnin fiel wieder zurück, Schubnell marschierte weiter: Dank einer deutlich kürzeren Schlussschlaufe überholte sie auch noch Sandrine Müller von Schweiz I und lief als Dritte ins Ziel. Das war eine weitere Überraschung – und für Schubnell war es ein versöhnlicher WM-Abschluss. Beat Meier

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