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Schulhaushochzeit mit 400 Gästen und 400 Luftballons

Aus zwei wird eine: Die Schulen «Geiselweid» und «Altstadt» fusionieren zur Schule «Lind». Das musste gefeiert werden.

Aufmerksamen Passanten dürften gestern Vormittag die Hunderten von bunten Luftballons am Altstadt­himmel kaum entgangen sein. Gestartet worden waren diese auf der Spielwiese hinter dem Altstadtschulhaus Geiselweid, wo sich über 400 Kinder versammelt hatten. Mit dabei waren auch engagierte Eltern, welche den Lehre­rinnen und Lehrern unterstützend an die Hand gingen. Jedes Kind hatte auf einer Kartonkarte einen persönlichen Wunsch für die neue Schule geschrieben. «Dass wirs gut haben miteinander», war einer der häufigsten. Nachdem alle ihren Ballon erhalten und ihre Karte daran befestigt hatten, wurden diese auf Kommando und unter viel fröhlichem Geschrei in den Himmel entlassen. Schorle statt Champagner Grund für die Aktion war ein organisatorischer Neuanfang: Ab diesem Jahr bilden die beiden Schulhäuser Geiselweid und Altstadt sowie die zwei Kindergärten im Lindquartier künftig eine einzige Schuleinheit, die Schule «Lind». Was für Aussenstehende als eine rein verwaltungsinterne Mass­nahme erscheint, hat für die Schule, die Schüler und ihre Lehrkräfte direkte und weitreichende Folgen, wie Schulleiterin Esther Wottle erklärt. Werden doch künftig unter anderem ein gemeinsames Schulprogramm inklusive didaktische Schwerpunkte im Jahresablauf für alle beteiligten Schul­häuser und Kindergärten gelten. Wie aber erklärt man diesen Sach­verhalt seinen Unterstufenkindern? So: «Sie, was feiern wir eigentlich?», fragt ein Erstklässler seine Lehrerin beim Anstossen mit Schorle im Plastikbecher. «Weisst du, unsere beiden Schulhäuser heiraten. Es ist wie eine Hochzeit», erklärt ihm diese. Zunächst gibt sich der Knirps mit der Antwort zufrieden. Dann aber kommt – unvermeidlich – die zweite Frage: «Und wer ist der Mann?»

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