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Schulsekretariat: Kein Pensum auf Vorrat

Der Schülerzuwachs könnte zwar die Primarschule Wildberg retten. Dass dies aber auch eine Kehrseite hat, zeigten die lebhaften Diskussionen an der Gemeindeversammlung.

Die Primarschule Wildberg muss sich auf einen Kinderansturm vorbereiten. Bis ins Schuljahr 2014/15 wird die Schülerzahl um 45 Prozent ansteigen. Die Folgen: Der Platz im Schulhaus wird eng und der administrative Aufwand wächst. Die Primarschulpflege hat dafür zwei Rezepte. Beide gaben an der von 45 Stimmbürgern besuchten Gemeindeversammlung am Mittwochabend Anlass zu Diskussionen. Um die zusätzlichen Aufgaben bewältigen zu können, wollte die Schulpflege das Pensum des Schulsekretariats von 45 auf maximal 70 Stellenprozente erhöhen. «Wir rechnen vorerst mit einer Aufstockung auf 60 Prozent», erklärte Primarschulpräsident Roman Müller. Um flexibel zu bleiben, packte die Behörde eine zusätzliche Reserve von zehn Stellenprozenten in die Vorlage. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) lehnte dieses Vorgehen jedoch ab. Sie störte sich daran, dass Stellen auf Vorrat geschaffen werden sollen. «Dafür ist ein neuer Antrag an die Gemeindeversammlung nötig», meinte Präsident Stefan Temperli. Die RPK stellte daher einen Änderungsantrag, um nur eine Aufstockung auf 60 Prozent zu bewilligen. Schulpräsident Müller entgegnete dar­auf vergeblich, dass auch bei der Gemeindeverwaltung Reserven im Stellenplan eingestellt sind. Die Versammlung stellte sich mit 33 zu 10 Stimmen hinter den RPK-Antrag. Kritische Stimmen zum Anbau Der geplante Anbau für das Primarschulhaus in Wildberg, um den nötigen Schulraum zu schaffen, stiess bei der RPK dagegen auf offene Ohren. «Der Bedarf für die Erweiterung ist klar ausgewiesen», sagte Temperli. Es stecke auch kein grosser Luxus im Projekt drin. Einen Vorbehalt meldete die RPK einzig bei den Kosten an. Sie erachtet den Baukredit von 2,2 Millionen Franken als zu knapp bemessen. Kritische Stimmen gab es dafür reichlich aus der Versammlung. Eine Votantin brachte etwa einen Containerbau ins Spiel. «Das macht keinen Sinn», entgegnete Schulpräsident Müller. Es seien keine zusätzlichen Klassenzimmer, sondern vor allem angegliederte Gruppenräume nötig. Ein anderer Votant wollte nur die Hälfte bauen. Doch Müller erwiderte: «Wenn wir den Schulstandort langfristig erhalten wollen, dann müssen wir diesen stärken und den nötigen Schulraum schaffen.» Es sei zwar kein Schnäppchen, aber gut investiertes Geld. Die Finanzierung stellt laut Müller kein Problem dar. «Wir sind heute schuldenfrei.» Zur Refinanzierung könnte dereinst der Verkauf des Schulhauses in Schalchen dienen. Dies ist aber in den nächsten fünf Jahren wohl noch kein Thema. Schliesslich stellte ein Teilnehmer noch einen konkreten Änderungsantrag. Er wollte, dass die Bibliothek ins Projekt integriert wird. Schulpräsident Müller konnte diesen Antrag an der Vorberatung am Mittwochabend aber nicht zulassen, weil er eine Kostendifferenz von über zehn Prozent ausgelöst hätte. Das letzte Wort über den Schulhausanbau werden die Stimmbürger am 3. März an der Urne haben. (fam)

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