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Schutz für Schwangere verbessert

Erst wollte der Stadtrat nichts von einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes bei werdenden Müttern wissen. Dann ändert er seine Meinung.

Für berufstätige schwangere Frauen gilt in der ganzen Schweiz ein besonderer Gesundheitsschutz. So dürfen sie beispielsweise nicht mehr als neun Stunden pro Tag arbeiten und acht Wochen vor der Geburt des Kindes keine Nachtarbeit verrichten.

Diese Regeln gelten allerdings nicht für Angestellte der Stadt Zürich, denn sie unterstehen dem städtischen Personalrecht, das eigentlich als fortschrittlich und arbeitnehmerfreundlich gilt. Ärztinnen oder Pflegerinnen in Spitälern der Stadt geniessen aber etwa keinen solchen Gesundheitsschutz. Lediglich der Umgang mit gefährlichen Stoffen oder besonders beschwerliche Arbeiten sind verboten.

Analog Schweizer Arbeitsrecht

Die Gemeinderäte Alan David Sangines und Christine Seidler wollten dies ändern und reichten im vergangenen Februar eine Motion ein, die den Stadtrat dazu verpflichten sollte, den Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Mütter analog den Bestimmungen im Schweizer Arbeitsrecht auszubauen.

Doch der Zürcher Stadtrat lehnte den Vorstoss ohne Begründung ab. Wie es die Geschäftsordnung des Zürcher Gemeinderats verlangt, musste die Exekutive innerhalb von sechs Monaten Argumente nachliefern. Doch statt dass die Stadtregierung eine Begründung für die Ablehnung gab, schwenkte sie um: Es «wurden verschiedene Abklärungen getroffen, die zur Ansicht führten, dass der Stadtrat (...) bereit ist, die Motion entgegenzunehmen», schreibt das Gremium nun in seinem Antrag. Laut dem Stadtrat würde eine Übernahme sämtlicher Bestimmungen zum Gesundheitsschutz bei Mutterschaft aus dem Arbeitsgesetz «die Handhabung vereinfachen». (red)

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