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Schweizer Enttäuschungen in Aragonien

Alcañiz. Nur Rang 13 für Dominique Aegerter und ein Sturz Tom Lüthis in der ersten Runde: Der GP von Aragonien war aus Schweizer Sicht keine Reise wert.

Für Tom Lüthi war das Moto2-Rennen bereits nach wenigen Sekunden zu Ende. Dem nur von Position 11 gestarteten Berner rutschte in der zweiten Kurve das Vorderrad weg. Lüthi hielt sich nach dem Sturz kurz die linke Schulter, doch später gab er schnell Entwarnung. Alles sei okay, ausser dass er sich über seinen selbst verschuldeten Ausfall sehr, sehr ärgere, so der 125-ccm-Weltmeister von 2005. «Die Temperatur auf der rechten Seite des Vorderrads war wohl nicht hoch genug und ich war nicht ganz auf der Ideal­linie», so Lüthis Vermutung, weshalb ihm das Vorderrad «einklappte».

Für Lüthi, zuletzt zweimal Dritter und einmal Vierter, war es der erste Nuller seit seinem Sturz Mitte Mai im GP von Frankreich. «Das Material einpacken, nach Malaysia schicken und dann dort wieder angreifen», blickte der 27-jährige Routinier schon unmittelbar nach dem missglückten GP-Wochen­ende in Aragonien wieder nach vorne.

Aegerters Schrecksekunde

Dominique Aegerter egalisierte am Tag vor seinem 23. Geburtstag sein schlechtestes Saisonergebnis (13. in Brünn). Kurz nach dem Start hatte beim Berner noch alles viel besser ausgesehen. Von Position 19 war er auf 11 vorgeprescht, nach zwei Runden tauchte er gar auf dem 7. Platz auf. «Der Start war super. Danach musste ich aber die anderen Fahrer ziehen lassen. Ich fuhr am Limit und konnte in keiner Phase angreifen», sagte Aegerter, der schon an den zwei Trainingstagen mit grossen Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatte.

Aegerter musste am Ende froh sein, dass er sich zum 29. Mal in Folge in den Top 15 klassieren konnte. Denn in der letzten Runde wäre der WM-Sechste fast noch gestürzt. Alex De Angelis kam nach einem Rempler mit Sandro Cortese in der zweitletzten Kurve unmittelbar vor Aegerter zu Fall. Aegerter, der nicht mehr ausweichen konnte und De Angelis’ Maschine touchierte, blieb zwar im Sattel, büsste bei diesem Zwischenfall allerdings zwei Positionen ein. «Ich hatte Glück, dass ich nicht stürzte. Doch die verlorenen Plätze ärgern mich natürlich schon», so Aegerter.

GP-Debütant Robin Mulhauser (22) klassierte sich im 23. Rang. Der Freiburger kam in Aragonien als Ersatzfahrer für den rekonvaleszenten Randy Krummenacher zum Einsatz. In zwei Wochen beim Rennen in Malaysia dürfte wieder Krummenacher an den Start gehen.

Siege für Terol und Marquez

Einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte auf dem Rundkurs in Aragonien Nicolas Terol. Der von der Poleposition gestartete Spanier setzte sich mit 1,736 Sekunden Vorsprung vor Landsmann Esteve Rabat durch. Dritter wurde mit Pol Espargaro ein weiterer Spanier, unmittelbar vor Scott Redding. Der britische WM-Leader büsste damit drei Punkte von seinem Vorsprung in der Moto2-Gesamtwertung ein.

In der Königsklasse baute der Spanier Marc Marquez mit seinem sechsten Saisonsieg die Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Der 20-jährige MotoGP-Rookie führt vor den letzten vier Rennen mit 39 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Jorge Lorenzo. Nicht mehr in den Titelkampf wird Dani Pedrosa eingreifen können. Der Spanier schied in der sechsten Runde an zweiter Stelle liegend durch einen Highsider aus. Als Dritter sorgte der neunfache Weltmeister Valentino Rossi (It) für den einzigen Podestplatz eines Nicht-Spaniers in Aragonien. (si)

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