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Schweizer Nati reist mit Erfolgserlebnis nach Brasilien

Die Schweiz gewinnt in Luzern auch das zweite Testspiel innerhalb von vier Tagen. Stephan Lichtsteiner (77.) und Xherdan Shaqiri (84.) schossen die späten Tore zum 2:0 gegen Peru.

Die beiden Luzerner Testspiele glichen sich fast wie ein Ei dem anderen. Die Schweiz dominierte mit viel Ballbesitz weitgehend, doch erst eine Steigerung in der letzten halben Stunde und Tore in der Schlussphase führten zu den letztlich verdienten Siegen. Gegen Peru sorgten Stephan Lichtsteiner und der nach 64 Minuten eingewechselte Xherdan Shaqiri mit ihren Toren für die Entscheidung. Der Verteidiger traf nach einer Flanke von Ricardo Rodriguez, der von Shaqiri lanciert worden war, mit einem prächtigen Kopfball (77.). Shaqiri erlief einen gerissenen Steilpass von Captain Gökhan Inler und schloss aus wenigen Metern ab (84.).

Die späten Tore versetzten das Publikum im ausverkauften Stadion in Feststimmung. Es verabschiedete das Schweizer Team mit langem und warmem Applaus und schickte es mit einem guten Gefühl auf die Reise an die WM. Nach zwei freien Tagen besammelt sich die Auswahl am Freitag in Zürich und fliegt nach einem Training im Letzigrund am Abend nach Südamerika. Das letztlich schöne Bild rundeten die Einwechslungen von Tranquillo Barnetta und Mario Gavranovic in der Schlussphase ab. Nach Verletzungen und reduzierten Trainings war die WM-Teilnahme der beiden noch letzte Woche in Gefahr. Nun kamen alle Feldspieler mindestens zu einem Kurzeinsatz in den Testspielen. Alle Mann an Board, lautet die Botschaft.

Am Ende hatte Hitzfeld auch noch fast sein Wunschresultat von 3:0 gekriegt. Doch das wäre des Guten zu viel gewesen. Das hatte er eben auch nur gewünscht und nicht erwartet. Denn um keine falschen Erwartungen zu schüren, hatte Hitzfeld am Tag vor dem Spiel Auskunft gegeben über den Formstand der Schweizer Equipe im langen Anlauf zur WM-Endrunde. Bei "etwa 80 Prozent" sei man, hatte er vermeldet. Um sich an die harte Gangart südamerikanischer Teams heranzutasten, wie sie an der WM von den Gruppengegnern Ecuador und Honduras zu erwarten ist, schickte Hitzfeld diesmal mit Ausnahme des bis zur 64. Minute geschonten Xherdan Shaqiri die Mannschaft auf den Platz, die er wohl auch für den WM-Start am 15. Juni im Kopf hat. Also erneut mit Granit Xhaka in der zentralen Position im offensiven Mittelfeld sowie diesmal mit Fabian Schär und Steve von Bergen in der Innenverteidigung. Im Vergleich zum Test gegen Jamaika standen auch Ricardo Rodriguez, Gökhan Inler, Valentin Stocker und Josip Drmic wieder in der Startformation.

Es konnte Hitzfeld nur Recht sein, dass die Peruaner in ihren Mitteln nicht zimperlich waren. Das Team, das die WM-Qualifikation in Südamerika als Siebte abschloss (von neun Verbänden), und das in Luzern ohne seine aus der Bundesliga bekannten Stars Claudio Pizarro, Jefferson Farfan und Paolo Guerrero antrat, stellte die Schweizer mit seinen Angriffen zwar kaum vor Probleme, doch stiegen die Südamerikaner in der Verteidigung und im Mittelfeld teilweise sehr rustikal in die Zweikämpfe. Das mag für die Schweizer in einigen Szene schmerzhaft gewesen sein, Steve von Bergen musste Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Schlag auf die Wade sogar für kurze Zeit gepflegt werden, doch beschleunigt es womöglich ihre Suche nach den letzten 20 Prozent im Leistungsvolumen.

Schweiz - Peru 2:0 (0:0).

Swissporarena, Luzern. - 15'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stefanski (Pol). - Tore: 78. Lichtsteiner (Flanke Rodriguez) 1:0. 84. Shaqiri (Inler) 2:0.

Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner (92. Lang), Schär, von Bergen, Ricardo Rodriguez; Behrami (46. Dzemaili), Inler; Stocker (72. Barnetta), Xhaka (64. Shaqiri), Mehmedi (87. Gavranovic); Drmic (64. Seferovic).

Peru: Forsyth; Advincula, Alberto Rodriguez (60. Ramos), Callens, Yotun; Ballon; Hurtado (65. Gambetta), Ramirez, Cruzado (83. Deza), Carrillo (83. Ruidiaz); Benavente (53. Gonzales).

Bemerkungen: Schweiz komplett. Ersatzspieler: Sommer, Bürki, Ziegler, Senderos, Fernandes, Djourou. Verwarnungen: 33. Behrami und Ramirez. 44. Hurtado (alle wegen Unsportlichkeit).

(Si)

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