Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Reisecar war auf Rückreise aus Norwegen

In Norwegen ist am Dienstag ein Schweizer Reisecar verunglückt. Drei Menschen verloren dabei ihr Leben, drei wurden schwer verletzt. Alle Passagiere des verunfallten Busses wohnen in der Schweiz.

Der Unfall ereignete sich bei Trones in der Gemeinde Namsskogan, rund dreieinhalb Autostunden nördlich von Trondheim. Der Car der Firma Eurobus mit insgesamt 17 Personen hatte sich auf der Rückreise in die Schweiz befunden.

Bei der Polizei ging die Meldung über den Unfall um 11.59 Uhr ein, wie eine Sprecherin der Polizei Nord-Trøndelag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Warum der Reisebus verunglückte, sei noch unklar. Es seien keine anderen Fahrzeuge in den Unfall verwickelt gewesen.

Rega und TCS fliegen nach Norwegen

Der Car wurde beim Unfall vorne und auf der linken Seite stark beschädigt, wie auf Fotos der Bildagentur EPA zu sehen war. Drei Menschen wurden beim Unfall getötet, drei weitere schwer verletzt, wie das Aargauer Reiseunternehmen Eurobus am Dienstagabend mitteilte. Zuvor hatte es geheissen, nur eine Person sei schwer verletzt worden.

Die anderen Passagiere zogen sich laut Eurobus leichte Verletzungen zu. Die Verletzten seien in zwei Spitäler gebracht worden. Nach Angaben der Polizei Nord-Trøndelag vom Nachmittag wurde eine Person mit dem Helikopter ins Spital nach Trondheim geflogen, 13 Verletzte wurden mit Ambulanzfahrzeugen ins näher gelegene Namsos gefahren.

Alle Passagiere des verunfallten Reisebusses haben ihren Wohnsitz in der Schweiz, wie Eurobus am Dienstagabend mitteilte. Zur Nationalität machten Eurobus und auch die norwegische Polizeisprecherin keine Angaben. Ein Sprecher der Klinik in Namsos sagte auf Anfrage: "Wir glauben, dass die Passagiere des Cars Pensionierte mit Schweizer Nationalität sind."

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) konnte Berichte über Schweizer Opfer bisher nicht bestätigen. Abklärungen dazu seien im Gang. Der Leiter des zuständigen regionalen Konsularcenters Stockholm sei auf dem Weg zum Unfallort, teilte das EDA am späten Nachmittag mit.

Helpdesk für Angehörige eingerichtet

Noch am Dienstagabend wollten die Rega und TCS sowie eine Vertretung von Eurobus nach Norwegen fliegen, wie das Reiseunternehmen mitteilte. Eurobus setze alles daran, so rasch wie möglich weitere gesicherte Informationen vom Unfallort zu erhalten.

"Wir bedauern den Vorfall ausserordentlich und sind mit unseren Gedanken bei den Betroffenen und ihren Angehörigen", wurde Geschäftsführer Andreas Meier in der Stellungnahme zitiert.

Für Angehörige richtete das Reiseunternehmen mit Sitz in Windisch AG ein Helpdesk ein (00800 44 33 99 00).

Zweiwöchige Reise

Die Reisegruppe hatte sich auf der 14 Tage dauernden "Traumreise Nordkap - Lofoten" befunden. Die von Eurobus angebotene Busreise führt von der Schweiz nach Norwegen und wieder zurück.

Das Unternehmen Eurobus verfügt nach eigenen Angaben über die grösste Busflotte der Schweiz. Es sind vor allem luxuriös ausgestattete Busse, die Platz für 33 Reisende bieten. Das Unternehmen betreibt in Arbon TG, Ruswil LU, Windisch und Zürich vier eigene Abfahrtsterminals. Standorte sind auch Basel, Bern und Sursee LU.

Bereits zweites Unglück

Das Unglück in Norwegen ist bereits der zweite tödliche Carunfall mit Schweizer Beteiligung im Ausland dieses Jahr: Mitte März war auf der spanischen Insel Gran Canaria ein Minibus mit einer Schweizer Reisegruppe verunglückt.

Eine Person kam dabei ums Leben, mehr als ein Dutzend wurden verletzt. Bei der Reisegruppe handelte es sich um Kundinnen und Kunden des Luzerner Reiseanbieters Baumeler Reisen.

(sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch