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Schwerpunkt Berufswahlmarkt

Bereits zum achten Mal haben mehrere Eltern­räte zusammen den Berufswahlmarkt im Thalwiler Schulhaus Feld und in der Turnhalle veranstaltet. Zwischen 70 und 80 Lernende stellten den Oberstufenschülerinnen und -schülern ihre Berufe vor und standen Rede und Antwort.

Der Berufswahlmarkt zeigt ­ die Möglichkeiten der Lehre auf

Über 40 verschiedene Berufe konn­ten Inter­es­sierte am Samstagvormittag im Schulhaus Feld ken­nen lernen. Die Elternräte ­ von Thal­wil, Lang­nau, Ober­rie­den, Rüsch­likon und Adlis­wil ­haben den Berufswahlmarkt ­zum achten Mal organisiert. Meh­rere Hundert Oberstufen­schü­le­rin­nen und -schüler aus allen teilnehmenden Gemeinden informierten sich über die vielen Möglichkeiten, eine Ausbildung zu machen.

Mit Fragen gelöchert

Die lernende Dental­assis­ten­tin Se­raina Kas­par zum Beispiel ­zeigte zwei jungen Frauen, wie sie eine Mischung für eine proviso­rische Krone richtig zubereiten. Die beiden schauten interessiert zu und löcherten sie mit Fragen.

Die 14-jäh­rige Leo­netta Ha­sani besucht die zweite Oberstufe. Zusammen mit ihren Freundinnen wollte die Thal­wi­le­rin sich über die Berufe informieren. Obwohl sie eigentlich das KV machen möchte, könnte sie sich auch vorstellen, Fachangestellte Gesundheit oder Koch zu lernen. Vor ­allem das Theater zum Thema Bewerbungs­gespräch habe ihnen ge­holfen.

Die ZSZ hat mit vier Lernenden über ihren Beruf und ihre Lehre gesprochen.

«Das Herstellen ­ von Lebensmitteln gefällt mir»

Lebensmitteltechnologe «Als es dar­um ging, eine Lehrstelle zu suchen, ­habe ich gewusst, dass ich einen technischen Beruf erlernen will. Da mir aber Elektriker oder Mechaniker von der Materie her zu trocken war, habe ich bei Lindt & Sprüngli eine Schnupperlehre als Lebensmitteltechno­loge gemacht. Das hat mir sofort gefallen und zugesagt. Die Herstellung von Lebensmitteln interessiert mich und gefällt mir –natürlich auch die Schoggi. Lebensmitteltechnologe ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Ich arbeite in verschiedenen Abteilungen wie im Labor, in der Forschung und Entwicklung oder eben in der Pro­duk­tion. Besonders ­cool finde ich auch, dass wir ­ in der Berufsschule mit den Lebensmitteltechnologen aus der Bierbranche zusammen sind. So lerne ich nicht nur alles über ­Schoggi, sondern auch noch über Bier.»

«Das Fachwissen kann ich auch im Privatleben brauchen»

Drogistin «Ich habe mich schon ­immer für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen interessiert. Auch Optikerin und Floristin habe ich angeschaut und ­geschnuppert, aber Drogistin hat mir am meisten zugesagt. In der vierjährigen Ausbildung erarbeite ich mir sehr viel Fachwissen, das ich auch gut im Privatleben brauchen kann, um meiner Familie und Freunden Tipps zu geben. Kleinere Putzarbeiten gehören auch zu meinem Job – das gefällt mir nicht so. Manchmal finde ich es auch nicht so toll, wenn ich abends länger arbeiten muss als meine Freunde in anderen ­Berufen. Aber ich finde Dro­gis­tin zu sein sehr schön, und es macht mir sehr viel Spass. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, ich bekomme gute Menschenkenntnisse, und mit dieser Ausbildung habe ich gute Weiterbildungsmöglichkeiten.»

«Immer mehr Frauen ­ werden Malerinnen»

Malerin «Eine Freundin von mir war ­ in der Schnupperlehre als Malerin und hat geschwärmt von diesem Beruf. Obwohl ich mich vorher noch nicht mit diesem Beruf auseinandergesetzt hatte, packte mich die Neugierde. Beim Schnuppern hats mir ebenfalls sofort gefallen. Ich habe immer ­ gedacht, dass Maler den ganzen Tag nur streichen. Das hätte ich langweilig gefunden. Aber ich habe schnell gemerkt, dass der Maler­beruf vielseitiger und abwechslungsreicher ist. Besonders gefällt mir, dass ich ­ in meinem Job viel Bewegung habe und kreativ sein kann. Ich könnte nicht den ganzen Tag in einem Büro sitzen. In der Schule sind wir zur Hälfte Frauen, deshalb habe ich nicht mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass Maler ein Männerberuf ist. Immer mehr Frauen wählen diesen Beruf, was ich schön finde.»

«Ich möchte in einer ­ Führungsposition arbeiten»

Sanitärinstallateur «Ich bin seit vergan­genem Sommer aus der Lehre; bis ­ zur RS arbeite ich aber noch in meinem Lehr­betrieb weiter. Am Anfang wollte ich eigentlich Hochbauzeichner werden. Da dies aber aus verschiedenen Gründen nicht klappte, habe ich die Lehre zum Sanitär­installateur gemacht. Das war genau die rich­tige Entscheidung. Die Ausbildung hat mir gut gefallen, der Beruf ist sehr abwechs­lungsreich. Ich finde es schön, ­dass ich­ eigene Ideen einbringen kann, ­um Lösungen für ein Problem zu finden. Nicht so toll fand ich es, wenn ich Kun­den hatte, die meinten, sie könnten es besser. Aber auch daraus ­habe ich gelernt, und ­zum Glück sind nicht sehr viele Kunden so. Nach der RS möchte ich eine Weiter­bil­dung machen. Später will ich in einer Führungsposition arbeiten.»

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