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Sechs Casino-Betrüger in Südfrankreich verurteilt

Ein Strafgericht im südfranzösischen Grasse hat am Mittwoch sechs Casino-Betrüger zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Die Männer hatten mit Infrarot-Kontaktlinsen und gezinkten Karten beim Pokerspiel in Cannes grosse Geldsummen ergaunert.

Unter den Tätern befinden sich drei Italiener, die ihre Masche mit Hilfe eines französischen Komplizen und zweier französischer Casino-Angestellter betrieben. Der vorsitzende Richter sprach von einer ausgefeilten List, die in Europa vermutlich erstmals aufgeflogen sei.

Der 56-jährige Träger der Kontaktlinsen aus chinesischer Produktion wurde zu zwei Jahren Haft und 100'000 Euro Geldstrafe verurteilt. Sein 55-jährige Komplize, der vom Staatsanwalt als "Profi-Betrüger" bezeichnet wurde, erhielt drei Jahre Gefängnis und 100'000 Euro Geldstrafe. Gegen den dritten Italiener wurden 30 Monate Gefängnis und 50'000 Euro Geldstrafe verhängt.

Der Kontaktlinsen-Träger, der unter dem Decknamen "Parmesan" agierte, hatte mit seiner Masche zunächst 70'000 Euro eingespielt und das Casino in Cannes unbehelligt verlassen. Als er jedoch ein zweites Mal auftauchte und erneut 21'000 Euro einstreichen wollte, griffen die Ermittler zu.

Die Kontaktlinsen-Methode konnte nur gelingen, weil zugleich gezinkte Spielkarten im Umlauf waren, die mit Hilfe der Kontaktlinsen "durchschaut" werden konnten.

Der französische Komplize erhielt drei Jahre Gefängnis und 50'000 Euro Geldstrafe. Die beiden Casino-Angestellten wurden zu jeweils zwei Jahren Gefängnis und 40'000 Euro Geldstrafe verurteilt.

(sda)

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