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«Sehr, sehr glücklich» mit dem FCW

Der FCW lernt Neuland kennen, wenn er Mitte August in der 1. Cup-Hauptrunde beim interregionalen Zweitligisten FC Eschenbach LU antritt.

Der meisterliche FCB wie im vergangenen Jahr ist es zwar nicht; es ist auch nicht der grosse Nachbar FC Luzern. Und dennoch sagt Trainer Jörg Portmann, der FCW sei für den FC Eschenbach «ein Superlos»; sie seien «sehr, sehr glücklich, aus 63 möglichen Gegnern den Leader der Challenge League gezogen zu haben». Mit dem FCW verbindet ja, in der vergangenen Saison gegen denselben Gegner im Cup gescheitert zu sein, «und Winterthur unverdient», wie Portmann zum Halb- final auf der Schützenwiese nicht beizufügen vergisst. 3700 Zuschauer kamen am Bettagssamstag 2011 auf den Sportplatz Weierhus gleich bei der Station der Seetalbahn. Das waren mehr, als die Gemeinde ein paar Kilometer nördlich von Luzern Einwohner hat, nämlich rund 3500. Die Basler erinnern sich an ein «klassisches Cupspiel auf dem Lande, sehr liebevoll organisiert». Auch Portmann sagt, dass sie ein «sehr ländlicher, sehr familiärer Verein» seien. Noch nie abgestiegen Gegründet wurde er erst vor 34 Jahren. Abgestiegen ist er seither nie, aber aufgestiegen, bis er vor zwei Jahren in der 2. Liga inter angelangt war. Der Aufstiegstrainer war noch Herbert Baumann, ein Luzerner Meisterspieler von 1989; jetzt geht Portmann in seine dritte Saison. Er sagt über sich, er sei ein «Ur-Luzerner». Aber als Fussballer war er einst jahrelang Stammspieler des SC Cham, auch damals, als der FCW mit einem 1:0 im «Eizmoos» den ersten Schritt in den Halbfinal 2006 gegen den FC Sion ging. Im ersten interregionalen Jahr erreichte der FC Eschenbach einen erstaunlichen 4. Platz, nur fünf Längen hinter Aufsteiger Muri. Danach folgte ein Rang 11, zehn Punkte vor den Abstiegsplätzen. Und vor einer Woche ging der Startmatch in die dritte Saison verloren, 3:4 in Aegeri. Dafür reichte es im Cup zu Siegen gegen den FC Oberwil BL (6:1) und Kosova Zürich (4:0), ehe es am vergangenen Mittwoch gegen den SV Lyss nach einem 2:2 ein Elfmeterschiessen brauchte – für ein 6:5, nachdem die Eschenbacher zuerst zweimal verschossen hatten! «Der Klassenerhalt» sei grundsätzlich das Saisonziel für einen Verein wie sie, sagt Portmann. Wenn es gut laufe, wie vor zwei Jahren, sei «ein Platz im vorderen Mittelfeld möglich». Aber an mehr zu denken wäre «nicht gesund». Sie seien schliesslich der Verein aus einem kleinen Dorf, der auch von der Ausbildung profitiere, den Spieler beim FCL oder dem SC Kriens genössen. Paradebeispiele seien die Brüder Sämu und Dominik Stocker, zwei Eschenbacher, die fussballerisch beim FCL ausgebildet worden und nun im Verein zurück seien. Das Gastspiel in Wohlen Prominentester Spieler ist allerdings der 23-jährige Stürmer Benji Stauber. Vor zwei Jahren, als die Eschenbacher mit dem FC Wohlen erstmals im Cup einen Klub aus einer Profiliga zum Gegner hatten (und erst in der Verlängerung 1:3 verloren), spielte Stauber so gut, dass ihn die Freiämter in der Winterpause gleich verpflichteten. Unter Trainer Livio Bordoli spielte er im Frühjahr 2011 einigermassen regelmässig, aber danach gings bergab – zuerst unter Urs Schönenberger, dann unter Adrian Kunz. Und nach einem Profijahr auf Niedermatten war Stauber, auch weil ein berufliches Angebot vorlag, zurück in Eschenbach. Wann am Bettags-Wochenende gegen den FCW gespielt wird, ist noch nicht geklärt, da Nachbar Hochdorf aus der regionalen 2. Liga von Lausanne-Sport Besuch erhält. 3700 wie gegen den FCB erwarten die Eschenbacher natürlich nicht annähernd, aber 1000 sollen es doch sein. Und für den FCW ist Eschenbach ja auch ein gutes Los, wahrscheinlich weniger schwierig, als es andere hätten sein können. Und schneller zu erreichen als Tessiner oder Romands. (hjs)

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