Zum Hauptinhalt springen

Seilziehen für bessere Bus- und Zugverbindungen hat begonnen

Mit dem öffentlichen Verkehr schneller nach Zürich, Genf oder an den Flughafen fahren: Der Stadtrat von Wädenswil beantragt diverse bessere Verbindungen von Zug und Bus auf den Fahrplanwechsel in einem Jahr hin. Mit einem Begehren will er einen Antrag aus Horgen bodigen.

Viele Benutzer von Bus und Bahn sind vom Fahrplanwechsel letzten Sommer enttäuscht. Insbesondere kritisieren viele Pendler, dass sie schlechtere Anschlüsse vom Bus auf den Zug und umgekehrt haben.

Beispielsweise fährt vielen Horg­nern regelmässig die S2 vor der Nase weg. Der Gemeinderat Horgen beantragt deshalb eine bessere Anbindung an die S2 (die ZSZ berichtete).

Anschluss sicherstellen

Dies soll aber nicht zulasten der ÖV-Benutzer aus Wädenswil geschehen, findet der Stadtrat von Wädenswil. Er beantragt seinerseits bei der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK), dass der Bus 121, der zwischen Wädenswil und Horgen unterwegs ist, die Abfahrtszeiten beibehält. Würde die Linie 121 nämlich wie von Horgen verlangt vier Minuten früher verkehren, hätten die Fahrgäste aus der Au – und auch Horgner – keinen Anschluss mehr auf den ­Regio-Express, wie Kurt Schreiber, Präsident der Wädenswiler Verkehrskommission, festhält.

Nebst den gleichbleibenden Abfahrtszeiten der Linie 121 hat der Stadtrat auch Fahrplanverbesserungen auf der Wunschliste. So sollen die Linien 122 und 123 am Samstagabend nicht nur bis 18?Uhr, sondern bis 20.20 Uhr verkehren. Auch abends länger fahren soll die S2. Seit dem Fahrplanwechsel ist sie nur bis 22 Uhr im Halbstunden-, danach im Stundentakt unterwegs. Der Stadtrat hat zwei zusätzliche Verbindungen beantragt.

Diesen beiden Begehren räumt Schreiber kaum Chancen ein, da sie das Angebot erweitern und somit ­zusätzliche Kosten verursachen würden. «Wir lassen aber nicht locker», betont er. Nicht zufrieden ist Wädenswil zudem mit dem Rollmaterial des Regio-Expresses von Zürich nach Chur. Der Komfort in der ersten Klasse sei schlecht, sagt Schreiber. Die Stadt wünscht komfortablere Züge.

Welche Anträge auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2015 durchkommen, entscheidet der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) nächsten Sommer. Im März erhält die Bevölkerung Gelegenheit, Stellung zu nehmen und eigene Anträge einzureichen.

Zwei Verbesserungen am linken Ufer sind laut Kurt Schreiber bereits bekannt. Die S24 fährt heute zwischen Zug und Zürich-Oerlikon. In einem Jahr wird die Linie bis Schaffhausen verlängert. Dies ist nach dem Ausbau des Bahnhofs Oerlikon möglich. Dadurch erhalten die Fahrgäste von Horgen-Oberdorf und Oberrieden Dorf eine Di­rekt­verbindung an den Flug­hafen. Freuen dürfen sich schliesslich auch die Frühaufsteher. Die erste S-Bahn, die an allen Bahnhöfen der Seelinie hält, verkehrt fünf Minuten früher als heute – und dies bereits ab 14. Dezember dieses Jahres. Damit ist im Hauptbahnhof Zürich der Anschluss auf den Intercity nach Bern und Genf sichergestellt. Daniela Haag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch