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Seinerseits eine Führungskraft

ST. Petersburg. In die zweite Hälfte seines Produktzyklus wird der 7er-BMW mit der bekannten Linie und den dynamischen Proportionen ohne Patina und Putten starten – dafür mit viel neuer Technik.

Barock oder klassizistisch wirkt der 7er-BMW auch nach den leichten Retuschen an der Karosserie nun wirklich nicht. Das wird dem Betrachter überdeutlich, wenn das BMW-Flaggschiff optisch mit dem Winterpalast in St. Petersburg konkurriert. Die Veränderungen an der Karosserie fallen kaum auf. Die BMW-Niere hat nun neun statt zwölf Streben, und die Frontschürze wurde überarbeitet. Neu sind auch die LED-Hauptscheinwerfer mit den markentypischen Corona-Ringen und der Akzentleiste, mit denen der grosse BMW selbstsicher in den Verkehr eintaucht. Sein Blick signalisiert wieder deutlich: Hier kommt der Chef.

In vielen Fällen sitzt tatsächlich einer drin, meist sogar hinten. Vier von fünf 7er-BMW werden mit langem Radstand verkauft. Besonders gern entscheiden sich die Amerikaner, die Russen, die Herren im Nahen Osten und die Reichen im fernen China für dieses 5,22 Meter lange Modell. Hiesige Führungskräfte sitzen lieber vorne links und fahren ihren BMW selbst.

Beliebteste Motorisierung im BMW-Herkunftsland ist der 3,0-Liter-Diesel mit einer Leistung von 258 PS (730d) oder 313 PS (740d). Wer noch mehr Dieselpower will, der kann sich für den neuen BMW 750d xDrive entscheiden, der den Allradantrieb mit dem M-Performance-Diesel – einem Twin-Power-Turbo-Reihen-Sechszylinder mit 381 PS – verbindet. Andere Märkte, andere Motorenfavoriten. Bei den in der Schweiz traditionell auch bei grossen Limousinen stark nachgefragten Benzinern stehen ebenfalls drei zur Wahl: ein Sechs-Zylinder-Reihenmotor mit 320 PS (740i), ein Acht-Zylinder-V-Motor mit 450 PS oder der Zwölf-Zylinder-V-Motor mit 544 PS (760i). Auch einen Active Hybrid haben die Münchner wieder im Programm. Er leistet im Zusammenspiel vom Verbrennungs- und Elektromotor 354 PS. Sein Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm) wird mit 6,8 Litern pro 100 Kilometer angegeben.

Alle Motoren arbeiten mit einer Acht-Gang-Automatik zusammen und wurden in puncto Leistung und Treibstoffkonsum optimiert. Bis zu 25 Prozent weniger sollen die Diesel und die Benziner jetzt verbrauchen. Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Entwickler dem Achtzylinder. Dessen Normverbrauch liegt nun bei 8,6 Litern, was einer Kohlendioxidemission von 199 g/km CO2 entspricht.

Der Innenraum bietet eine hohe Qualität der Verarbeitung, neue Ledersitze und ein neues Rücksitz-Entertainment-System mit 9,2-Zoll-Monitoren. Auch dem Fahrer wird einiges geboten. So verändert sich die Darstellung der Fahrzeugdaten im Blickfeld des Fahrers je nach Einstellung des Fahrerlebnisschalters. Für den besseren Fahrkomfort auf den hinteren Sitzen sorgt jetzt eine Luftfederung der Hinterachse. Auch die Geräuschdämmung wurde noch einmal verbessert.

In der Summe präsentierte sich der neue 7er in der Normal- und der Langversion uns bei den Fahrten rund um St. Petersburg deutlich verbessert. Sowohl beim Fahrkomfort als auch beim Geräuschniveau hat er sich der S-Klasse genähert und sich dabei seine typische Qualität in Sachen Fahrdynamik bewahrt.

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