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Seit Jahren im (Steuer-)Streit

KOktober 2008: Aussagen des französischen Budgetministers Eric Woerth, das Bankgeheimnis sei «eine Reliquie der Vergangenheit», führen zwischen Bern und Paris zu einer diplomatischen Verstimmung.

K30. August 2009: Woerth erklärt sich im Besitz einer Liste mit den Namen von 3000 französischen Bankkunden in der Schweiz.

KDezember 2009: Ein ehemaliger Informatiker der Bank HSBC in Genf, Hervé Falciani, wird als Quelle der Daten bekannt. Der Diebstahl sorgt für eine bilaterale Krise.

K28. Juni 2012: Frankreich will Nachkommen von Verstorbenen in der Schweiz stärker zur Kasse bitten. Das Land droht, das Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei Erbschaften von 1953 aufzukündigen, falls sich Bern nicht auf Verhandlungen einlässt.

KApril 2012: Die französische Bankenaufsicht eröffnet ein Verfahren gegen die UBS. Der Grossbank wird vorgeworfen, Kunden in Frankreich ab 2000 zur Eröffnung von Schwarzgeldkonten in der Schweiz angestiftet zu haben.

K5. Januar 2013: Frankreich will neu auch Landsleute, die in der Schweiz von Pauschalsteuern profitieren, besteuern.

K21. Juni 2013: Frankreich droht, ab 2016 jene Länder auf eine Schwarze Liste zu setzen, die den automatischen Informationsaustausch ablehnen. Damit erhöht sich der Druck auf die Schweiz.

K11. Juli 2013: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und ihr Amtskollege Pierre Moscovici unterzeichnen in Paris das nachgebesserte Erbschaftssteuerabkommen.

K5. Dezember 2013: Am Status französischer Grenzgänger in der Waadt entzündet sich zwischen beiden Ländern ein neuer Streit. Paris stösst sich an der Praxis des Kantons, nur Personen als Grenzgänger anzuerkennen, die innerhalb einer gewissen Distanz zur Grenze wohnen.

K12. Dezember 2013: Der Nationalrat lehnt das Erbschaftssteuer- abkommen mit Frankreich ab. (sda)

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