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Servette – der erste Profiteur

In der Challenge League ist Servette mit zwei Siegen der erste Profiteur. Am Wochenende spielen die Teams der oberen gegen jene der unteren Tabellenhälfte.

Das Derby des FCW gegen den FC Schaffhausen ist am Montag auf der Schützenwiese das Fernsehspiel – wenn es denn das Wetter zulässt. Für die Winterthurer wird es nach dem 2:2 in Wil und dem 2:1 gegen Le Mont der nächste Match sein, der einfach gewonnen werden müsste, um sich noch irgendetwas ausrechnen zu können.

In Wil ist das, wegen mangelnder Konsequenz in der Defensive, nicht gelungen, gegen Le Mont dann schon, obwohl die Zeichen schlecht standen nach der schwachen Phase, die auf Gianluca D’Angelos Platzverweis folgte und im Ausgleich der Waadtländer gipfelte. Die Art und Weise, mit der Genc Krasniqi den Match dann aber in fast letzter Minute für die Winterthurer entschied, sollte ein klares Signal an die Mannschaft sein. Die bedingungslose Entschlossenheit, mit der Krasniqi den Flankenball Dennis Iapichinos mit dem Kopf ins Tor wuchtete, ist es, die Siegerteams auszeichnet. Diese Konsequenz verhindert Gegentore und erzwingt eigene Tore.

Wohlen vor nächstem Test

Davon hatte in dieser Liga bisher der erstaunliche FC Wohlen am meisten. Er hat im Frühjahr zwar erst einmal gespielt, aber bei jener Gelegenheit in Wil die Abgeklärtheit einer Mannschaft gezeigt, die keinerlei Anzeichen eines Nachlassens erkennen lässt. Allerdings wird der Match gegen Le Mont morgen in Baulmes für die Aargauer zu einem nächsten harten Test, denn dort müsste eigentlich gewinnen, wer oben steht. Aber die Waadtländer sind zäh, und sie wissen, wie hart ihr Kampf um den Klassenerhalt ist: Nach Minuspunkten ist der Tabellenletzte Biel schon gleichauf.

Allerdings sind die Tendenzen des Frühjahrs in dieser Liga noch schwer zu erkennen. Nur Wil hat dreimal gespielt, und dies jeweils auf heimischem Kunstrasen. Wie Wohlen standen auch Lausanne und Biel erst einmal auf dem Platz. Also ist zu sagen, die Wiler hätten mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage die klassische Bilanz eines Mittelfeldteams erreicht.

Luganos Erinnerungen

Als Profiteure sind bisher zu sehen: Servette, als einzige Mannschaft schon zweimal Sieger, und der FC Wohlen. Der spielte zwar erst in Wil, profitierte aber davon, dass der als Nummer 2 ins Frühjahr gegangene FC Lugano schon fünf Punkte verlor. Die Tessiner sind bisher der Verlierer der Rückrunde, zusammen mit Le Mont nach den zwei Niederlagen in der Ostschweiz.

Lugano hatte bis zur Winterpause zwölfmal nicht verloren, dann seine Mannschaft um den Innenverteidiger Igor Djuric, den Mittelfeldspieler Sandro Lombardi und den Stürmer Patrick Rossini ziemlich spektakulär verstärkt und damit eigentlich ein klares Zeichen gesetzt. Doch dann kam er gegen Biel selbst daheim nicht über ein 1:1 hinaus, und es folgte ein 0:2 in Genf. Es geht also nicht einfach so weiter im Tessin, zumal immer wieder von Differenzen des südamerikanischen Minderheitsaktionärs und Spieleragenten Pablo Betancourt mit Trainer Livio Bordoli und dem Präsidenten Angelo Renzetti gesprochen wird. Man kann auch an den FC Lugano der Saison 2000/01 erinnern. Der war Wintermeister in der Nationalliga A, holte dann – zu den Argentiniern Julio Hernan Rossi und Christian Gimenez – den Star Kubilay Türkyilmaz. Aus dem angestrebten Meistertitel wurde nichts, schon der erste Match mit dem illustren Trio ging verloren, im Cup der Sechzehntelfinal gegen den FCW.

Aber noch ist es nicht so weit, auch wenn die Aufgabe heute gegen Wil dadurch erschwert wird, dass mit Djuric und dem zentralen Mittelfeldduo Marko Basic / Antoine Rey gleich drei Stützen gesperrt sind, dass mit Rossini eine vierte verletzt fehlt. Servette wiederum ist daheim klarer Favorit gegen den FC Chiasso, den neben Le Mont und Biel dritten Abstiegskandidaten. In Genf ist die Zuversicht gewachsen, nach den Siegen gegen Lugano und in Schaffhausen nur noch einen Pluspunkt hinter Wohlen zu liegen. Interessant wird dies sein: Kehrt der Deutsch-Filippino Roland Müller nach verbüsster Sperre ins Tor zurück oder bleibt dort Jérémy Frick (22), der ehemalige Servette-Junior, den Pascal Zuberbühler von Lyon auslieh, um die vorübergehende Lücke zu schliessen. hjs

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