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Seuzachs Abenteuer in der 1. Liga beginnt

Nach vier Jahren in der interregionalen ­ 2. Liga ist dem FC Seuzach ­ der Sprung in die 1. Liga gelun­gen. Der Verein scheint für die höhere Spielklasse ­ gut aufgestellt zu sein.

Als Seuzach der Aufstieg in die 2. Liga interregional gelang, wurde der Klub zunächst von vielen Seiten belächelt. Die junge Mannschaft und der damals noch neue Trainer Markus Wanner galten als Aussenseiter und sicherer Abstiegs­kandidat. Doch das ­Team belehrte seine Kritiker eines besseren, schaffte den Klassenerhalt und steigerte sich nach einer schwie­rigen zweiten Saison kontinuierlich. In der letzten Spielzeit ern­tete der Verein schliesslich die Früchte für die kontinuierliche Arbeit mit eigenen, jungen Spielern und das lang­jäh­rige Engagement Wanners. Die Mannschaft spielte eine überragende Saison, setzte sich gegen vermeintlich stärkere ­Teams durch und feierte letztlich den Aufstieg in die 1. Liga. Ein grosser Schritt für den Dorf­klub, doch im Verein glaubt man fest an das Gelingen des Aben­teuers. «Wir sind davon über­zeugt, dass die Mannschaft auch in dieser Liga bestehen kann», zeigt sich Präsident Matthias ­Aeppli optimistisch. Grosse Hürden erwarten den Verein vor allem im Bereich der Infrastruktur, wo viele Dinge verbessert werden müssen, um die neuen Auf­lagen zu erfüllen. Ein Franzose als Stütze In der Mannschaft kam es, wie ­bereits schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, zu keinen grossen Ver­än­de­rungen. David Vollen­weider und Reto Stahel beendeten ihre Kar­riere, während Ruben Ehrismann ein Jahr im Ausland ver­wei­len wird. Ausserdem wird Trai­ner Wanner lange auf Mi­chael Tiziani und Phi­lipp Fischer ver­zichten müssen, weil beide ver­letzt sind. Verstärkt wurde die Mannschaft erneut nur punktuell. ­ Daniel Tavares ist eine vielversprechende Alternative für die Defensive, Eliano Mot­tola ist ein vielseitiger Mittelfeldspieler. Mit der Verpflichtung von Par­fait ­Agro gelang dem FC Seuzach aus­ser­dem ein echter Transfercoup. Der 30-jährige Verteidiger aus Frankreich wohnt neu in Winterthur und hat sich deshalb dem Aufsteiger angeschlossen. In der Vergangenheit stand der erfah­rene Defensiv-Akteur bereits in der deutschen Oberliga und der Reserve der AS Monaco auf dem Platz. Trotz seiner aufregenden Vergangenheit verdient aber auch ­Agro für sein Engagement bei Seuzach keinen Franken. Des Weiteren befinden sich ­ mit Yanic Haas, Cyrill Dietz und Ce­dric Ullmann drei A-Junioren im erweiterten Kader der Mannschaft. «Wir haben bereits nach dem letzten Aufstieg nur wenig ver­än­dert und Junge ins ­Team eingebaut. Das hat damals gut funktioniert», erinnert sich Wanner. Wichtig sei, dass das Kader ein bisschen breiter geworden sei und so mehr Konkurrenzkampf herrsche. Viel experimentiert Dass es in der Mannschaft nur wenige Veränderungen gab, bewertet Wanner indes vor allem dar­um positiv, weil die Vorbereitung ansonsten relativ durchwachsen lief. Wie jedes Jahr gab es viele Abwesende, und es wurde oft experimentiert. Testspiele ­bestritt Seuzach vor allem gegen tiefer klassierte Gegner. «Wir ­haben uns in der Vergangenheit oft gegen kleinere Gegner schwer getan. Dar­um wollten wir in der Sommerpause vor allem Spiele be­streiten, in denen die Mannschaft agieren statt rea­gieren muss», verrät Wanner den Plan hinter der Saisonvorbereitung. Vor allem im defensiven Bereich hat die Mannschaft viel gear­bei­tet und Wanner oft experimentiert. Zu diesem Zweck hat der Trai­ner auch das eine oder an­dere schlechte Testspiel in Kauf genommen. «Wir können bestehen» Dass seine Mannschaft bereit ist für die 1. Liga, davon ist Wanner allerdings überzeugt. «Ich habe das Vertrauen, dass wir noch ­einmal einen Schritt nach vorne machen können», sagt der ehrgei­zige Trainer. Das Saisonziel sei ganz klar der Klassenerhalt. Dass Seuzach gegen Mannschaften aus der 1. Liga bestehen kann, hat das ­Team in einzelnen Spielen bereits bewiesen. Nun gilt es, während einer gesamten Saison auf diesem Niveau mithalten zu können. Olivier Akeret

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