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Sexbox im Weinland

Seit ein paar Tagen steht mitten im Dorf ein aus Holz gezimmerter Unterstand. Der Grund: Der Knabenverein Kleinandelfingen fordert Sexboxen an der Thur.

Der Knabenverein Kleinandelfingen legt jeweils zum Jahresende in einer grossen Schnitzelbank den Finger auf wunde Punkte. Mit viel Humor kommentieren die ledigen Burschen am Vorabend zum Silvester einiges, das sich in und um ihren Ort zugetragen, die Gemüter erhitzt oder einfach auch für viel Gesprächsstoff im Dorf an der Thur gesorgt hat. Ein einfach gezimmerter Unterstand steht seither vor dem alten Kleinandelfinger Gemeindehaus. Die Zürcher Verrichtungsboxen würden angeblich auch den Andelfingern gefallen, wusste der Knabenverein zu berichten. Sie möchten gerne auch solche an der Thur haben. Da man sich in der Bezirks­metropole deren aber nicht schämen will, werden jetzt die Boxen in Kleinandelfingen gebaut, wie der Knabi – wie er auch liebevoll genannt wird – festgestellt hat. Auch der zweite Seitenhieb, an den grossen Nachbarn auf der anderen Thurseite, blieb nicht aus: Zwei Andelfinger hatten auf dem Kleinandelfinger Schiterberg Geburtstag gefeiert. Die schönste Aussicht auf die Bezirksmetropole könne man eben aus Kleinandelfingen geniessen, kommentierten die Burschen. Döner zur Begrüssung Die Schliessung des «Hirschen» sowie das bereits geschlossene Restaurant Thurbrücke verleitete die Knabis, die unerfreuliche Entwicklung im Dorf scharfzüngig zu kritisieren. Der bereits angebotene Kebab beim Ritzmann könne deswegen zum möglichen Retter werden. Der Ratschlag des Knabenvereins: «Zum Andelfinger fründlich z begrüesse, tuet mer ne d Akunft mit me Döner versüesse.» Der Knabenverein nahm auch kleinere Vorfälle auf die Schippe, zum Beispiel eine Strassenbaustelle, bei welcher es nicht vorwärtsgehe, oder einen Bauern, welcher mit dem Verbrennen von altem Heu Polizei und Feuerwehr in Atem hielt. Auch der ortsansässige Beck bekam sein Fett ab: Er erhielt Lob für sein ausgezeichnetes Brot, aber auch einen kleinen Seitenhieb, weil die Konfitüre im Berliner fehle.

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