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Sie macht die anderen besser

Der BC Winterthur mischt in der Frauen-NLB vorne mit. Nicht nur, aber auch dank Romana Stojanovic. Die 21-Jährige ist die Spielerin mit der anderen Basketballprägung.

Sie ist ein Gewinn für das Team. Seit dem Herbst für Winterthur lizenziert, hat Romana Stojanovic in vier Nationalliga-B-Matches 66 Punkte geworfen. Zusammen mit Cinzia Tomezzoli hat die 21-Jährige 60 Prozent zum Skore beigetragen. Stojanovic ist aber auch die Basketballerin, die den anderen Spielerinnen gut zuredet, wenn etwas misslingt. «Cinzia und ich sind zum Helfen da», beschreibt die Kroatin ihre Rolle.

«Ich rede viel. Aber ich schaue, dass meine Kommentare positiv sind», sagt die 1,85 m grosse Flügelspielern. Was sie in Winterthur einbringt? «Erfahrung», antwortet Romana Stojanovic. «Ich bin jung. Aber ich habe schon auf einem höherem Level gespielt. Das hilft der Mannschaft. Und ich habe eine andere Basketballprägung.»

Früh in der Verantwortung

Mit 14 hat Romana Stojanovic in Dubrovnik mit Basketball begonnen. Vorher habe sie alles Mögliche ausprobiert, erinnert sie sich: Handball, Tennis, Volleyball, Judo. Für Basketball entschied sie sich, weil da viele Kolleginnen waren. Der Klub war eine gute Adresse und spielte im Europacup – bis das Geld ausging. «Da mussten es die Juniorinnen übernehmen.»

2009 rückte Stojanovic, 16 Jahre jung, ins Fanionteam auf. Zwei Jahre später zog sie in die Schweiz. An der U18-EM in Ungarn war sie mit dem Schweizer Nationalcoach ins Gespräch gekommen, der sie zum Wechsel nach Genf überredete – in das Team, das er trainierte. Nicht zu Hause zu sein, sei sie sich gewohnt gewesen, sagt die Basketballerin. «Von 14 bis 18 verbrachte ich jeden Sommer, jede Weihnachten und jede Ostern mit dem Nationalteam im Trainingslager.»

In der Schweiz sah Romana Stojanovic die Chance, Ausbildung und Sport zu kombinieren. «In Kroatien ist es nicht möglich, beides zu machen», sagt sie. «Entweder ist man in einer guten Schule und in einem schlechten Verein – oder umgekehrt.» Französisch hatte der Teenager in der Schule gelernt. Nur kam Stojanovic so kurzfristig nach Genf, dass es nicht klappte mit einem Ausbildungsplatz. 2012 wechselte sie nach Luzern und begann ein Studium in International Management & Economics.

Neustart in der 2. Liga

Für Luzern absolvierte sie aber nur vier Spiele in der NLA. Dann diagnostizierte der Arzt eine Stressfraktur am Fuss. «Ich ging drei Monate an Krücken. Danach war ich nicht mehr gut genug. Das Beste war, einen Schritt zurückzugehen», erzählt Romana Stojanovic. Beim Zweitligisten Küsnacht-Erlenbach stieg sie wieder ein. Und führte das Team in die NLB. Trotz angerissenen Bändern. «Statt nach sechs Wochen spielte ich schon nach zwei Wochen wieder», schmunzelt sie.

Nun ist Romana Stojanovic eine unverzichtbare Stütze in Winterthur. «Das Team wollte einen Schritt vorwärts machen, nicht nur mitspielen», erklärt die 21-Jährige ihren Wechsel. Sie sehe schon Fortschritte seit dem Trainingsbeginn Mitte August, versichert Stojanovic: «Aber nicht nur meinetwegen.» Mitspielerin und Klubpräsidentin Sandra Hofstetter sagt: «Romana macht die anderen besser.» Stefan Kleiser

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