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Siege mit Potenzial nach oben

winterthur. Erfolgreich präsentierten sich die Yellow-­Teams erstmals dem heimischen Publikum: Die NLA-Handballerinnen bezwangen Uster 27:25 (14:9), die NLB-Männer schlugen Aufsteiger Horgen 31:25 (17:14).

50 Minuten lang spielte Yellow gegen den TV Uster überlegen, aber nur phasenweise dominierend. Insgesamt war die Defensive der beste Mannschaftsteil. Einige Paraden zeigte zudem Rahel Hoenig, die zusammen mit Nadine Steinemann eingesetzt wurde, während die am Mittwoch in Nottwil stark haltende Jenny Hofstetter pausierte. Im Angriff gelang in den ersten 20 Minuten weitgehend ein Auftritt im Stil eines Spitzenteams. Ausgangspunkt gelungener Aktionen war meistens Spielgestalterin Kerstin Kündig, die sich auch immer wieder geschickt in Abschlussposition brachte und sechs Tore erzielte. Von ihrer Vorarbeit profitierten vor allem Kreisläuferin Flavia Kashani, aber auch die siebenfache Skorerin Ria Jugovic.

11:3 führte das Team der Trainer Sacha von der Crone und Elena Shevchenko in der 18. Minute, danach gelangen bis zur Pause aber nur noch drei Tore. Dies hatte einerseits mit zwei Zeitstrafen, aber auch mit zunehmend überhasteten Aktionen zu tun. Mit Gegenstössen und dank Toren der ehemaligen Yellow-Spielerin Sabrina Marty kam der TV Uster bis auf vier Tore heran. Dieser Vorsprung pendelte sich bis zur 50. Minute ein, zumal Yellow die Spielweise allzu sehr jener der Gegnerinnen anpasste und so zunehmend kämpferisch als spielerisch agierte. «Es gelang uns noch zu wenig, unser Spiel konstant durchzuziehen», musste von der Crone eingestehen.

Mit einem Timeout, das ausgerechnet genommen wurde, als Kerstin Kündig zu einem erfolgreichen Torschuss ansetzte, trug auch die Yellow-Bank zu einer hektischen Schlussphase bei. Vorne gelang gar nichts mehr, zwei Törchen standen in den letzten sieben Minuten fünf Treffern Usters gegenüber. Anders als in Nottwil, als – allerdings auf klar besserem Niveau – in einer ähnlichen Endphase ein Punktgewinn vergeben wurde, verpasste Yellow so nur ein deutlicheres Resultat, nicht aber den nie gefährdeten ersten Saisonsieg.

Powerhandball der Männer

Einen guten ersten Eindruck hinterliessen Yellows NLB-Handballer gegen den HC Horgen. So wie der Aufsteiger in der Eulachhalle auftrat, dürfte er zumindest dem NLB-Mittelfeld angerechnet werden. Mit athletischem, schnellem Handball konnten die Horgener in der Startphase Yellow locker Paroli bieten. Powerhandball zeigte aber auch die Heimmannschaft, sodass die Zuschauer in den Genuss von bestem NLB-Handball kamen. In der 8. Minute brachte Tobias Bosshard Yellow erstmals in Führung (6:5), diese gab die Mannschaft Oliver Roths nicht mehr ab. Trotzdem blieb es spannend, weil Yellow aus einer starken Defensive heraus zwischenzeitlich auf 12:8 oder auf 17:13 davonziehen konnte, der HC Horgen aber bei numerischer Überlegenheit immer wieder herankam.

Ein herausragender Auftritt gelang in den Reihen der Horgener dem Ex-Pfader Gregory von Ballmoos. Der Linksaussen hatte erheblichen Anteil, dass seine Mannschaft kurz nach der Pause noch einmal auf 17:16 aufschliessen konnte. «Obwohl sich mit zunehmender Spieldauer die erwartete Müdigkeit aus dem Trainingslager bemerkbar machte, konnten wir noch einmal zusetzen», freute sich Yellow-Trainer Oliver Roth. Zahlreiche Paraden Daniel Perisas hatten zu Konterchancen geführt. Vor allem die Linksaussen, Neuzugang Nico Riwar und Daniel Gehrig, nutzten die Tempogegenstösse resolut aus, weshalb Yellow in der 45. Minute entscheidend 27:20 führte und danach nichts mehr anbrennen liess.

Eine erste wirkliche Standortbestimmung dieser Saison steht Yellow bereits am Samstag bevor. Dann gastiert Absteiger HSC Suhr Aarau in der Eulachhalle. Die Aargauer unterstrichen ihre Ambitionen mit einem 30:19-Sieg gegen Mitabsteiger Endingen.

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