Winterthur

Skulptur wieder unversehrt

Das ging schnell: Am Dienstag hat der «Landbote» über eine Messtation berichtet, die der Kanton ans «Zahnbürsteli» im Graben montiert hat. Heute ist diese bereits verschwunden.

Die Messstation am «Zahnbürsteli» ist bereits verschwunden. Immer noch da ist ein Filzstift Graffiti, von dem der zweite Teil zitierbar ist: «Have a nice day.»

Die Messstation am «Zahnbürsteli» ist bereits verschwunden. Immer noch da ist ein Filzstift Graffiti, von dem der zweite Teil zitierbar ist: «Have a nice day.» Bild: bä.

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Nun hat der Kanton rasch gehandelt: Die Holzskulptur im Graben präsentiert sich heute Morgen wieder unversehrt. Das weisse Kästchen, das das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) dort montiert hatte, um meteorologische Messungen vorzunehmen, ist schon abmontiert.

Auch bei näherem Hinsehen sind keine bleibende Spuren am Holzbalken des «Zahnbürstelis» zu sehen. Wenn man dem Awel wegen der Befestigung dieser Messstation mangelnden Respekt vor einem Kunstwerk vorwerfen kann, aber immerhin sind die Monteure behutsam vorgegangen.

Das Awel hatte die Messstation an der Skulptur angebracht, ohne beim Künstler nachzufragen. Dieser erfuhr vom «Landboten» davon, dass sein Kunstwerk auf diese Weise umgenutzt worden war. Stadtpräsident Michael Künzle erklärte das Vorgehen mit einem Missverständnis: «Es ist klar, dass wir auf Anfrage eine solchen Montage abgelehnt hätten.»

So sah die Messstation am «Zahnbürsteli» aus. Bild: Marc Dahinden

Das «Zahnbürsteli» hat im Sommer 2016 den zuvor an dieser Stelle liegenden Holzmann Holidi ersetzt – nach ewigen Diskussionen um den Ersatz des Vorgängerkunstwerks, das nun auf dem Friedhof Rosenberg ruht.

Erstellt: 11.07.2019, 08:52 Uhr

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