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SNB: Gutes Halbjahr

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist fürs erste Halbjahr 2014 einen hohen Gewinn von 16,1 Mrd. Franken aus. Trotzdem bleibt offen, ob sie für 2014 wieder Gewinne an Bund und Kantone ausschütten kann.

Im ersten Semester spielten alle Faktoren der SNB in die Hände: Ihre Bilanz erhöhte sich gegenüber Ende 2013 von 490 Mrd. auf 508 Mrd. Franken. Allein der Devisenberg vergrösserte sich von 443 Mrd. auf 457 Mrd. Franken, allerdings wegen höherer Wechselkurse, nicht wegen Devisenkäufen. Denn seit September 2012 hat die SNB nicht mehr intervenieren müssen, um den Euromindestkurs von 1.20 Fr anken zu verteidigen. Per Ende Juni sind 73 Prozent der Devisenreserven in Staatsanleihen angelegt, 16 Prozent in Aktien. Je grösser die Anlagebestände, desto drastischer können aber die Ergebnisse schwanken. Der Überschuss im ersten Halbjahr 2014 ist so gross wie nie seit 2003. Nach dem Verlust von 9,1 Mrd. Franken 2013 haben die Kantone von der SNB erstmals seit deren Gründung 1907 keine Ausschüttung erhalten. Ob sie für 2014 mit einem Gewinnanteil rechnen können, bleibt offen. SNB-Sprecher Walter Meier verwies darauf, dass sich im ersten Halbjahr 2014 sämtliche volatilen Elemente wie Obligationen- und Aktienkurse, Goldpreis und das Wechselkursgefüge positiv entwickelt hätten. Dies sei selten. Zudem sei das Jahresergebnis von der weiteren Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Die SNB rate Bund und Kantonen, bezüglich möglicher Gewinnausschüttungen der Nationalbank vorsichtig zu budgetieren. Um wieder Gewinne ausschütten zu können, müsste 2014 ein Überschuss von rund 10 Mrd. Franken erzielt werden. Denn die SNB nimmt zusätzlich zum Wiederauffüllen der Ausschüttungsreserve jeweils Rückstellungen für Währungsreserven vor.

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