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Solidaritätsprinzip in Frage gestellt

Mehr Kinder, mehr Personal: Die Heilpädagogische Schule wächst und wächst. Für 2013 ist ein Aufwand von 11,1 Millionen Franken budgetiert – 1,6 mehr als für das laufende Jahr.

Dem prognostizierten Aufwand von 11,1 Millionen steht ein Ertrag von 6 Millionen Franken gegenüber. Für das Defizit von 5,1 Millionen haben die im Weinländer Schulzweckverband vereinigten Schulgemeinden aufzukommen – gemäss einem Schlüssel, der auf der Steuerkraft beruht. Im Zweckverband – dem grössten des Bezirks – sind alle Schulgemeinden zusammengeschlossen: 19 Primar-, fünf Sekundar- und die beiden Gesamtschulen Stam­mertal und Feuerthalen.

An der Delegiertenversammlung vom Montagabend stellte der Rhein­au­er Gemeinderat Peter Merk, der auch Mitglied der Schulpflege ist, angesichts des hohen Defizits den Verteilschlüssel in Frage: «Wir benötigen die Dienste des Verbandes kaum, müssen aber trotzdem viel bezahlen. Die Kosten nach dem Verursacherprinzip zu belasten, wäre gerechter.»

Jetzt genau 100 Kinder

Brigitte Sauvain (Dorf), die Präsidentin des Zweckverbandes, wies dar­auf hin, dass der geltende Schlüssel «vor noch nicht allzu langer Zeit» beschlossen worden war: «Ihm liegt der Solidaritätsgedanke zugrunde. Aber jede Schulgemeinde kann natürlich einen Änderungsantrag einreichen.»

Die 35 anwesenden Delegierten genehmigten das Budget 2013 ohne Gegenstimmen. Den steigenden Aufwand erklärte die Finanzvorsteherin Yvonne Schwaninger (Feuerthalen) im Wesentlichen mit der Neuorganisation der Schulgutsverwaltung (siehe Kasten) sowie mit dem steten Wachstum der Heilpädagogischen Schule (HPS) Humlikon und der sogenannten Inte­gration (benachteiligte Kinder, die zwar den Unterricht in ihrer Gemeinde besuchen, aber von HPS-Heilpädagoginnen begleitet werden).

Die Zahl der im eben begonnenen Schuljahr 2012/2013 zu betreuenden Kinder ist um fünf auf genau 100 gestiegen: 62 besuchen die HPS, 38 zählt die Integration. Von den 100 stammen 38 aus einer Gemeinde ausserhalb des Bezirks Andelfingen. Weil für sie eine Vollkostenrechnung geführt wird, belasten sie die Verbandskasse nicht.

Gestiegen ist auch die Zahl der Lehrkräfte (von 20 auf 25) und der weiteren Mitarbeitenden (von 97 auf 98). Viele von ihnen sind mit einem Teilpensum angestellt.

«Geht das weiter so?»

Die weiteren Tätigkeitsgebiete des Zweckverbandes sind der Schulpsychologische Dienst, die Logopädie und die Psychomotoriktherapie.

Im Budget 2013 ein Aufwand von 11,1 Millionen, in dem für das laufende Jahr 9,5 Millionen, in jenem für 2011 rund 8,5 Millionen – «geht das weiter so?», fragte ein Delegierter. Präsidentin Sauvain: «Wir vom Vorstand sehen natürlich auch, dass die Kosten stetig steigen. Aber je mehr die Gemeinden unsere Dienste anfordern, desto mehr nimmt eben unser Aufwand zu.» (lü)

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