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«Sollten nicht dort stehen, wo wir sind»

Heute ab 19.30 Uhr in Schaffhausen fordert der angeschlagene Meister den Leader aus Winterthur.

Die Kadetten, die seit 2005 stets um Meistertitel spielten, stehen aussergewöhnlich schlecht da. Ähnlich wie nach der Hauptrunde 2012/13. Damals belegten sie mit vier beziehungsweise fünf Punkten Abstand auf Wacker Thun und Pfadi den 3. Platz – um später den Playoff-Final gegen die Thuner zu verlieren. In der NLA-Finalrunde bezogen die Schaffhauser zuletzt Niederlagen zu Hause gegen St. Otmar und am Samstag in Kriens. Dazwischen lag das unter Turbulenzen verschobene Spiel in Thun. Nun liegen sie viel näher bei Platz 4 als bei Platz 1 auf dem 3. Rang, mit sechs Verlustpunkten Rückstand auf Leader Pfadi. Es sei «keine einfache Situation», sagt Kadettens Linksaussen Manuel Liniger. «Der Wurm ist irgendwie drin. Wir können in der Liga nicht das abrufen, was wir in der Champions League gezeigt haben.» Jetzt müsse man sich im Klaren sein: «Die Champions League ist – wohl oder übel – vorbei. Wir beschäftigen uns allein noch mit Cup und Meisterschaft.» Es seien «die Spieler auf dem Platz, die es richten müssen. Sonst niemand. Wir müssen auf die richtige Spur zurückfinden.» Und die richtige Spur ist, zumal anhand des schweizweit unerreichten finanziellen Potenzials, natürlich nur jene des Erfolgs. «Von der Qualität her haben wir die beste Mannschaft der Liga», betont Liniger, der Winterthurer, der seit dieser Saison wieder für die Schaffhauser spielt. «Wir sollten nicht dort stehen, wo wir jetzt sind. Aber wir sind auch nicht die erste Mannschaft der Sportwelt, die es nicht schafft, die Qualität auf den Platz zu bringen.» Dass ein Schlüsselspieler wie Peter Kukucka (nach einem Armbruch in der Vorbereitung) fehlt und Routinier Leszek Starczan nach überstandener Schulterverletzung erst vor dem Comeback steht, spiele keine Rolle. «Wir wären auch so mit Abstand gut genug», erklärt Liniger. Vorentscheidung möglich Auch den Winterthurern liefs zuletzt nicht rund. Die klare Heimniederlage am Samstag im EHF-Cup gegen Gorenje Velenje war nicht zuletzt den eigenen Schwächen zuzuschreiben. «Wir müssen unser Spiel wieder verbessern und auf ein höheres Niveau bringen», fordert Trainer Adrian Brüngger. Weiterhin fehlen Dino Bajram (Hirnerschütterung) und Milan Corovic (Adduktoren), der am Donnerstag wieder mit dem Training beginnen dürfte. Sehr fraglich für heute ist Luka Maros. Der junge Rückraumschütze, der nächste Saison zu den Kadetten stösst, verletzte sich gegen Velenje bei einer Landung auf dem Boden an der linken Hand. Zuvor hatte er wochenlang wegen Knieproblemen gefehlt. Ein Sieg heute, meint Brüngger, «würde uns schon sehr viel bringen». Dann nämlich wäre eine Vorentscheidung im Rennen um Rang 1 und damit den besten Platz für die Playoffs gefallen und so könnten die Winterthurer durchaus vermehrt ihr Training auf die beiden Titelentscheidungen im Mai ausrichten. Doch wie schwer die Kadetten zu schlagen sind, musste Pfadi unlängst mehrmals erfahren. Die letzten sieben Begegnungen gingen verloren. Dazu gehörten der Cup-Final und die Playoff-Finalserie der vergangenen Saison sowie der Supercup im August. In der Schweiz haben die Winterthurer seit dem 7. Dezember jedes ihrer neun Spiele in Cup und NLA für sich entschieden. Vor dieser Siegesserie steht die 23:26-Niederlage in Kloten – gegen die Kadetten.

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