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SP will zweiten Sitz im Kantonsrat zurückerobern

Die SP will bei den Kantonsratswahlen im April die zweitstärkste Partei im Wahlkreis Winterthur-Land bleiben und allenfalls einen zweiten Sitz zurückgewinnen.

Die SP ist im Wahlkreis Winterthur-Land die Nummer 2. Bei den letzten Kantonsratswahlen lagen die Sozialdemokraten mit 13,4 Prozent deutlich hinter der SVP mit 38,8 Prozent, aber vor der FDP mit 10,8 Prozent. Kürzlich gaben die Sozialdemokraten an einem Medienanlass das Ziel für die diesjährigen Wahlen im April bekannt: Sie wollen die zweitstärkste Partei bleiben. Aber nicht nur das. Vielmehr will die SP zwei Wählerprozente zulegen und allenfalls einen zweiten Sitz im Kantonsrat zurückerobern, den man bis 2007 hielt. Potenzial ortet man etwa bei der Wählermobilisierung. Weil die Stimmbeteiligung mit 38 Prozent vor vier Jahren sehr tief war, greift die SP im Wahlkampf zu speziellen Mitteln. So werden die SP-Kandidaten in einem roten Minibus und mit einer elfköpfigen Musikband durch den Bezirk Winterthur touren. Transfer aus Zürich Ungewöhnlich ist auch die Liste. Obwohl die SP bisher nur einen Sitz hatte, tritt sie mit zwei bisherigen Kantonsräten an: Schulleiterin Theres Agosti (Jahrgang 1961) aus Turbenthal und Michael Stampfli (Jahrgang 1988), Verkäufer und Student aus Winterthur. Agosti war 2013 für Bernhard Egg aus Elgg in den Rat nachgerutscht. Stampfli dagegen ist sozusagen ein Transfer aus Zürich. Er kandidierte 2011 für den Stadtzürcher Wahlkreis 7 + 8 und landete auf einem Ersatzplatz. Im Frühling 2014 rückte er für den neuen Zürcher Stadtrat Raphael Golta nach. Allerdings lebt er schon länger in Winterthur und ist in Ossingen aufgewachsen. «Daher kenne ich Land und Stadt sehr gut.» Agosti betont die Bedeutung einer nachhaltigen Raumplanung und Bodenpolitik: «Familien haben immer mehr Mühe, bezahlbare Wohnungen zu finden.» Daher setzt sie sich für anständige Mieten, eine stärkere Verdichtung – «damit der Erholungsraum erhalten bleibt» – und innovative Wohnformen ein. Stampfli engagiert sich als Bildungspolitiker. Er will dafür sorgen, dass der Kanton nicht abwartet und weiter in die Bildung investiert. Auf den Listenplätzen drei bis sieben folgen Martina Lattmann (1985, Elgg), Andreas Meier (1964, Elsau), Anna Sperandio (1964, Dägerlen), Stephan Kübler (1965, Elgg) und Susanne Stahl (1958, Zell).

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