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Später Herausforderer

Der freie Sitz im Baumer Gemeinderat wird in einer Kampfwahl vergeben: Praktisch auf der Zielgeraden hat Heidi Weiss (EVP) noch von Andreas Sudler (parteilos) Konkurrenz bekommen.

Die Ersatzwahl im Baumer Gemeinderat geht etwas überraschend nicht still über die Bühne. Lange war EVP-Frau Heidi Weiss (linkes Bild) die einzige Kandidatin, die sich um den frei werdenden Sitz von Sozialvorsteher Marco Stübi (parteilos) bewarb. Erst kurz vor Ablauf der zweiten Frist und damit einer stillen Wahl meldete der parteilose Andreas Sudler (rechtes Bild) noch seine Ambitionen auf einen Gemeinderatssitz an. Damit kommt es am 30. März zur Kampfwahl. Mit einer Wahl könne man zwar generell nie rechnen, sagt Weiss. «Aber es ist schon speziell, dass sich noch jemand in der Nachfrist gemeldet hat.» Ihr Gegner betont derweil, dass seine Kandidatur nicht als persönlicher Angriff zu werten sei. «In erster Linie ging es mir darum, dass die Stimmbürger eine Auswahl haben», sagt Sudler. Er habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich für den Gemeinderat zu bewerben. «Bisher passte es mir zeitlich aber nicht.» Weiss kann sich gut vorstellen, das Sozialressort im Gemeinderat zu übernehmen. Die 48-Jährige, die je mit einem Teilpensum als Notfallpflegerin und als Lehrerin an der Höheren Fachschule für Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege tätig ist, gehört seit 2010 der Sozialbehörde an und ist auch deren Vizepräsidentin. Ihr Hintergrund sei mit ein Grund gewesen, dass sie sich zur Verfügung gestellt habe. «Ich kann mir aber auch vorstellen, ein anderes Ressort zu übernehmen», so Weiss, die seit über 20 Jahren in Bauma wohnt. Allerdings dürfte eine Rochade im Gemeinderat eher unwahrscheinlich sein. Denn schon im Herbst stehen erneut Wahlen an: Dann bestimmen die Baumer und Sternenberger gemeinsam alle Behörden der Fusionsgemeinde. Sudler, der in Bauma aufgewachsen ist, würde sich dagegen als Präsident der Sozialbehörde nicht so wohl fühlen. «Allerdings werden im Herbst die Karten ja sowieso wieder neu gemischt.» Der 44-jährige selbstständige Mechaniker, passionierte Jäger und Jagdaufseher sieht seine Stärken eher bei landwirtschaftlichen Themen. «Es wäre gut, wenn wieder einmal ein Jagdvertreter im Gemeinderat sitzen würde.» Das ehemalige SVP-Mitglied ordnet sich selbst «Mitte-rechts» ein. Knappes Rennen Für Weiss setzt sich ein rund 60 Personen umfassendes überparteiliches Komitee (siehe Kasten) ein. Sudler wird von der FDP und vom Gewerbeverein unterstützt. Beide Bewerber rechnen mit einem knappen Wahlausgang und haben sich schon verschiedentlich im Dorf engagiert. Weiss hat etwa den «Gschichtezmittag» der reformierten Kirche mitbegründet. Sudler war lange Marktchef am «Baumer Märt».

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