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Spanisches Parlament beschliesst umstrittenes Küstenschutzgesetz

Das spanische Parlament hat ein umstrittenes Küstenschutzgesetz verabschiedet. Die Reform bewahrt Zehntausende Wohnhäuser und andere Gebäude in unmittelbarer Küstennähe vor dem drohenden Abriss.

Das Vorhaben wurde am Donnerstag mit den Stimmen der konservativen Volkspartei (PP) in zweiter Lesung verabschiedet. Umweltminister Miguel Arias Cañete betonte, die Neuregelung verbessere die Rechtssicherheit von Immobilien in Küstennähe.

Davon dürften auch zahlreiche Ausländer profitieren, die in Spanien Ferienwohnungen in geschützten Küstengebieten besitzen. Die Opposition und Umweltschützer betonten demgegenüber, das neue Gesetz bedeute eine Verschlechterung des Küstenschutzes und leite eine Privatisierung von Badestränden ein.

Das vorige Gesetz von 1988 hatte privaten Immobilienbesitz auf einem 100 Meter breiten Schutzstreifen entlang der Küste untersagt. Auch Gebäuden, die vor 1988 in diesen Küstengebieten errichtet worden waren, drohte der Abriss. Die Reform bewilligt den Fortbestand dieser Häuser für weitere 75 Jahre.

Während der Debatte nahm die Polizei acht Greenpeace-Mitglieder fest, die auf dem Dach des Parlaments ein Transparent entfaltet hatten mit der Aufschrift: "Die PP verkauft unsere Küste."

(sda)

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