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Stadt- verbesserer

So grandios feiern wir 2064!

Bald wars das von 750 Jahre Winterthur – und wenn auch gelegentlich Kritik am bunten «Jekami» der Anlässe aufkam, so wird manch einer doch ein Tränchen verdrücken, wenn das öffentliche Leben wieder auf gewohnt niedrigen Touren läuft. Die Trauer soll aber nicht zu gross sein, denn Winterthur kann sich schon jetzt auf eine spektakuläre 800-Jahr-Feier freuen. Das zeigen geheime Dokumente, die dem Stadtverbesserer in die Hände gefallen sind. Hier vorab die Highlights aus dem Programm von 2064:

Am Graben feiert die Junge SVP mit der Piratenpartei (2064 nach beharrlicher Aufbauarbeit bereits mit zwei Sitzen im Gemeinderat vertreten) 50 Jahre «Agonie des Holidi». Derweil wird das auf dem Friedhof Rosenberg ­aufgestellte «Zahnbürsteli» von der Zahnbürsteli-Facebook-Fan-gruppe auf Hochglanz getrimmt.

Im Museum Oskar Reinhart zeigt der Stadtrat seine Ausstellung «Kulturleitbilder – Schwurbel und Wirklichkeit». Die auf den 1. April angesetzte Eröffnung ist allerdings noch nicht definitiv bestätigt, da noch Bedenken der Museumsfreunde ausgeräumt werden müssen, die Ausstellung widerspreche dem Hängekonzept.

Auf dem Archplatz wird das für drei Jahrzehnte in einer Zeitkapsel verborgene Stadtspielwerk 2064 enthüllt und aufgestellt. Die Künstler Chris Pierre Labüsch hatten zeit ihres Lebens ein Geheimnis um die Skulptur gemacht, von der bisher nur die ungefähren Ausmasse bekannt sind. Allein der Altmetallwert wird auf 500 000 Franken geschätzt.

Der rostige KVA-Zaun, der wegen zu viel Rost renoviert werden musste, wird endlich von den Schutzzäunen befreit. Seine Wiedereröffnung ist eingebettet in die Vortragsreihe des Forums Architektur: «Architektur des Zerfalls – von Rudolf von Habsburg bis Bruno Stefanini».

Eine Neuauflage erlebt das Projekt «Stadtbuure». Unter dem Motto «Yes VeGan» wird gemeinsam ein Urban Garden angelegt. Die Stadt hat dafür die nach dem Vorbild der New Yorker High Line begrünte Busbrücke beim Bahnhof Grüze zur Verfügung gestellt.

Das obligate Freilichtspiel befasst sich für einmal nicht mit der Vergangenheit, sondern mit der Stadtzukunft. Im 800-Personen-Stück «Winterthur 2100» werden verschiedene Privatisierungsszenarien durchgespielt. Marc Leutenegger

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