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Stadtrat ist offen für Wechsel der Pensionskasse

Die Stadt Winterthur sei «grundsätzlich offen» für einen Anschluss der städtischen Pensionskasse an die Pensionskasse BVK des Kantons Zürich.

Der Anschluss der städtischen Pensionskasse an die Pensionskasse BVK des Kantons Zürich würde zu einer «Entpolitisierung der komplexen Pensionskassenthematik» beitragen, findet der Stadtrat.
Der Anschluss der städtischen Pensionskasse an die Pensionskasse BVK des Kantons Zürich würde zu einer «Entpolitisierung der komplexen Pensionskassenthematik» beitragen, findet der Stadtrat.
Johanna Bossart

Der Winterthurer Stadtrat zeigt sich offen für einen Anschluss der unabhängigen Pensionskasse der Stadt Winterthur (PKSW) an die Pensionskasse BVK des Kantons Zürich. Dies teilt der Stadtrat am Freitag mit. Unabhängig von der Bereitschaft zum Wechsel der Pensionskasse sei der aktuell beim Grossen Gemeinderat vorliegende Antrag für die Sanierung der Pensionskasse notwendig und dringend. Zu diesem Schluss kommt der Stadtrat in der Beantwortung eines Vorstosses aus dem Grossen Gemeinderat.

Vor gut einem Jahr verabschiedete der Stadtrat den Vorschlag zur nachhaltigen Sanierung der PKSW zuhanden des Grossen Gemeinderates und der Stimmbevölkerung. Darin beantragt der Stadtrat einen Kredit von 144 Millionen Franken für die Finanzierung laufender Renten.

Die PKSW startete 2014 mit einem Fehlbetrag von 113 Millionen Franken und aus heutiger Sicht zu optimistischen Bewertungsannahmen in die Selbstständigkeit. Der Kredit von 144 Millionen Franken entspricht den Kosten der PKSW für die nachträgliche Anpassung der Bewertungsannahmen. Eine Überwälzung dieser Kosten auf die aktuellen Arbeitnehmenden käme einer «ungerechtfertigten Umverteilung zu Lasten der heutigen Arbeitnehmenden» gleich.

Wechsel «mittelfristig von Vorteil»

Die Stadt Winterthur als Arbeitgeberin und somit auch die Stadt als Ganzes stünden hier gegenüber ihren Angestellten in der Pflicht. Im letzten Juni beauftragte der Grosse Gemeinderat den Stadtrat mit einem Postulat, im Rahmen einer einzuholenden Offerte die Vor- und Nachteile einer Eingliederung der PKSW in die die Pensionskasse BVK des Kantons Zürich zu prüfen.

Die Offerte der BVK zeige, dass die Kosten einer Übernahme der Versicherten der PKSW von 216,4 Millionen Franken mit den Kosten einer vollständigen Ausfinanzierung der PKSW von 210 Millionen Franken vergleichbar seien.

Trotz der hohen Kosten stelle sich die Frage, ob ein Anschluss der PKSW an die BVK nach einer weiteren Ausfinanzierung der PKSW mittelfristig von Vorteil sein könnte. Die beantragte Ausfinanzierung von 144 Millionen Franken würde in Zukunft die Kosten für einen Anschluss der PKSW an die BVK verringern und wäre somit nicht verloren.

Beschluss soll so bald wie möglich fallen

«Die Versicherungsbedingungen der BVK wären für die Mehrheit der Mitarbeitenden der Stadtverwaltung durchaus attraktiv», heisst es weiter in der am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung. Für einen Anschluss an die BVK sprächen im Weiteren das breit aufgestellte Management und die Grösse der BVK, der grössten Pensionskasse der Schweiz. Zudem wäre der Anschluss aus Winterthurer Sicht mit einer «gewissen Entpolitisierung der technisch komplexen Pensionskassenthematik» verbunden.

Der Stadtrat hält zudem fest, dass ein Anschluss an die BVK zukünftige Sanierungsbeiträge nicht ausschliessen würde. Geriete die BVK nach einem Anschluss der PSKW in Unterdeckung, so müsste sich die Stadt Winterthur als Arbeitgeberin an den Sanierungsbeiträgen beteiligen.

Der beantragte Kredit von 144 Millionen Franken ist aus Sicht des Stadtrats aber unabhängig von einem möglichen Anschluss an die BVK notwendig und solle «so bald wie möglich» beschlossen werden.

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